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Maria Bard

Maria Bard
Darsteller

* 07. August 1900
Schwerin
Deutschland
† 24. Januar 1944
Potsdam
Deutschland
andere Namen Migo Bard; Maria Luise Bard

MARIA BARD • Biographie Seite 1/1

Maria Bard ist eine Theaterschauspielerin, die nur selten auf der großen Leinwand zu sehen ist. Kein Regisseur fordert die Künstlerin vor der Kamera, so daß sich die Darstellerin ganz auf ihre Theaterauftritte in München, Berlin und Wien konzentriert und nur selten Filmrollen annimmt.

Maria Bard wird am 07. August 1900 in Schwerin als Maria Luise Bard geboren. Über ihre familäre Herkunft ist derzeit nichts bekannt. Eine musische Ausbildung erhält sie an der Hochschule für Musik in Berlin, wo sie unter anderem Klavier studiert. Nach 1920 gibt sie privaten Klavierunterricht, nebenbei läßt sich sich in Schauspiel ausbilden. Nach ihrer ersten Heirat zieht sie sich zurück. Als ihr Mann überraschend verstirbt, beginnt sie eine Schauspielkarriere.

Maria Bard debütiert auf der Theaterbühne in München an den Kammerspielen. Der damalige Intendant und Schauspieler Otto Falkenberg nimmt die junge Schauspielerin Mitte der 20er Jahre unter seine Fittiche. Zwei Jahre später wechselt sie zu ihrem zweiten Theater-Mentor Max Reinhardt an das Deutsche Theater in Berlin. Gleichzeitig spielt die Schauspielerin am Theater in der Josefstadt in Wien, das ebenfalls von Max Reinhardt geleitet wird. Ende der 20er Jahre feiert Maria Bard verschiedene große Erfolge auf der Bühne. In dem Stück "X, Y, Z" von Klabund (Künstlername von Alfred Henschke) wird sie im Oktober 1928 bejubelt. Nicht allein ihre schauspielerische Leistung mag dafür maßgeblich gewesen sein, der Dichter stirbt Mitte des Jahres und wird posthum gefeiert. In der Folge ist die Darstellerin in zahlreichen Stücken zu sehen; sie gibt der Bühne meistens Vorrang vor einem Filmset.

Ersten Kontakt zum Film hat die Schauspielerin Ende des Jahres 1923. Sie spielt in dem DIE RADIO-HEIRAT (1924) unter der Regie von Wilhelm Prager ihre erste Rolle und steht neben dem bewährten Schauspieler Hermann Thimig vor der Kamera. Während der ausgehenden Stummfilmzeit nimmt die Darstellerin keine Rollen mehr an, sie konzentriert sich ganz aufs Theater. Erst Anfang der 30er Jahre spielt sie an der Seite von Heinrich George in BERLIN - ALEXANDERPLATZ (1931) eine der Ex-Freundinnen von Biberkopf, die Künstlerin Cilly. Danach ist Maria Bard etwas häufiger auf der Leinwand zu sehen, spielt unter anderem die weibliche Hauptrolle in MENSCH OHNE NAMEN (1932) von Gustav Ucicky.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 verläßt ihr Mentor Max Reinhardt Deutschland. Maria Bard beendet ihr Engagement an seinem Theater. Nach kurzer Pause holt sie der Intendant und Schauspieler Gustaf Gründgens an das Preußischen Staatstheater. Anfang der 40er Jahre wird die Schauspielerin vom Propagandaminster Joseph Goebbels zur "Staatsschauspielerin" ernannt.

Auch während des Dritten Reiches ist Maria Bard selten auf der Leinwand zu sehen. Sie wird auf Nebenrollen festgelegt. An der Seite von Zarah Leander spielt sie im dem österreichischen Kriminalfilm PREMIERE (1936), sie mimt die Dorothy Hopkins in KAPRIOLEN (1936) von und mit Gustaf Gründgens sowie Marianne Hoppe in den Hauptrollen und spielt ihre letzte Rolle in dem Karl Ritter-Film G.P.U. (1942) als Vorsitzerin der Frauenliga.

Maria Bard ist dreimal verheiratet. Ihr erster Ehemann ist ein Firmendirektor, der kurz nach der Heirat überraschend verstirbt. Zum zweiten Mal schließt sie den Bund fürs Leben mit dem Schauspieler Werner Krauss. Auch ihr zweiter Ehemann Hannes Stelzer ist Schauspieler.

Am 24. Januar 1944 begeht die Schauspielerin in ihrem Haus in Potsdam Selbstmord. In den Quellen werden private und politische Gründe genannt, die aber nicht weiter erläutert werden.

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