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Max Faßbender

Max Faßbender
Kamera

* 08. Oktober 1868
Berlin
Deutschland
andere Namen Max Fassbender

MAX FAßBENDER • Biographie Seite 1/1

Max Faßbender zählt zu den Pionieren der deutschen Kinematografie. Als einer der ersten Kameramänner erarbeitet er sich neben Charles Paulus oder Guido Seeber einen Namen in der noch jungen Filmbranche. Bekannte Regisseure der frühen Stummfilmzeit holen ihn immer wieder für ihre Filmproduktionen.

Max Faßbender wird am 08. Oktober 1868 in Berlin geboren. Er erhält eine fotografische Ausbildung und arbeitet danach als Fotograf.

Vor dem I. Weltkrieg kommt Max Faßbender mit der jungen Kinematografie in Kontakt. Er dreht seit 1913 für den Produktionsfirma Continental-Kunstfilm GmbH, die in der Chausseestraße 123 in Berlin ein Atelier besitzt, zahlreiche Spielfilme. Bei dieser Firma beginnt zur selben Zeit auch der junge Regisseur Joe May zu arbeiten. Er holt Max Faßbender für seine Filmproduktionen, die erste gemeinsame Arbeit wird DIE MONA LISA VON GROß-KLEINDORF (1913). Die überaus publikumswirksamen Stuart Webbs-Detektivserie des Regisseurs fotografiert Max Faßbender.

Max Faßbender zählt bald zu den bedeutensten Kameramänner der Zeit. Er gehört zum festen Stamm des Regisseurs Richard Oswald, mit dem er bis 1919 zusammenarbeitet. Bei mehr als 25 Filmen von Richard Oswald steht Max Faßbender hinter der Kamera.
Bei den Filmen der jungen Regisseure Fritz Lang und Gerhard Lamprecht ziehen die "Anfänger" den routinierten Kameramann für ihre ersten Arbeiten heran.

Als Chef-Kameramann ist Max Faßbender bei der erfolgreichen Historien-Produktion MARIE ANTOINETTE, DAS LEBEN EINER KÖNIGIN (1922) in der Regie von Rudolf Meinert dabei. Mit knappen Mitteln inszenieren Regisseur und Kameramann eine stilgerechte Atmosphäre des französischen Hofes, Pest- und Fluchtszenen werden von damaligen Kritikern besonders gelobt.

1923 folgt Max Faßbender einem Ruf in die Schweiz. Dort soll in einer schweizerisch-amerikanischen Ko-Produktion das aufwendige Nationalepos DIE ENTSTEHUNG DER EIDGENOSSENSCHAFT (1924) entstehen. Der Film, uraufgeführt am 13. September 1924 in der Tonhalle Zürich, wird ein finanzielles wie künstlerisches Fiasko. Dies trägt mit dazu bei, daß bis zum Ende der Stummfilmzeit die Finanzierung weiterer größerer Filmunternehmen in der Schweiz chancenlos blieb.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland hat Max Faßbender Schwierigkeiten, weitere Anstellungen beim Film zu erhalten. Mitte der 20er Jahre arbeitet er in Polen als Kameramann, aber noch vor dem Einzug des Tonfilms ist der Pionier der Anfangszeit vergessen. Über seinen Lebensabend und seinen Tod ist derzeit nichts bekannt. Wahrscheinlich verstirbt Max Faßbender noch vor Ende der 30er Jahre.

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