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Wilhelm Diegelmann

Wilhelm Diegelmann
Darsteller

* 28. September 1881
Ellers, bei Fulda
Deutschland
† 01. März 1934
Berlin
Deutschland

WILHELM DIEGELMANN • Biographie Seite 1/1

Der Schauspieler Wilhelm Diegelmann gehört zu den meistbeschäftigten Darstellern des deutschen Stummfilms. In mehr als 150 Filmproduktionen dürfte er mitgewirkt haben. Ob als Charakter-Komiker, als liebevoller Vater, Bürgerlicher oder Adliger - der Darsteller Wilhelm Diegelmann ist in allen Rollen zu hause.

Wilhelm Diegelmann wird am 28. September 1861 in Ellers, bei Fulda geboren. Über seine familiäre Herkunft ist derzeit nichts bekannt. Mit 17 Jahren tritt er dem Chor der Frankfurter Oper bei und steht seitdem auf der Bühne. 2 Jahre später debütiert er auf der Bühne des Frankfurter Stadttheater. Bald ist der junge Schauspieler ein gefragter Darsteller in klassischen Stücken. Wilhelm Diegelmann spielt Goethe, Schiller und Shakespeare. Er übernimmt Hauptrollen, in denen er gefeiert wird - als Wallenstein, als Nathan, der Weise, als Wilhelm Tell oder als König Lear.

Um die Jahrhundertwende verläßt Wilhelm Diegelmann Frankfurt, am Main in Richtung Berlin. Wie viele andere bekannte Schauspieler der Zeit beginnt er am Deutschen Theater zu arbeiten unter dem Intendanten Max Reinhardt. Er ist es auch, der dem Schauspieler die erste Filmrolle anbietet. Unter seiner Regie spielt Wilhelm Diegelmann in DIE INSEL DER SELIGEN (1913). Neben seiner Filmtätigkeit, die er jetzt beginnt, spielt er auch bald an anderen Berliner Bühnen.

Seit seinem ersten Film steht Wilhelm Diegelmann in mehr als 150 Filmen vor der Kamera. Er spielt in zahlreichen Unterhaltungsfilmen, aber es sind auch unzählige Filme in seiner Filmographie, die als künstlerisch anspruchsvoll gelten und zu erfolgreichen Werken werden. Der Schauspieler arbeiten mit Ernst Lubitsch in PRINZ SAMI (1918) oder CARMEN (1918). Er ist in Monumentalwerken wie VERITAS VINCIT (1919) oder DAS INDISCHE GRABMAL - 1. TEIL: DIE SENDUNG DES JOGHI (1921) dabei wie auch in den damals typischen Aufklärungsfilmen wie ANDERS ALS DIE ANDEREN (1919) unter der Regie von Richard Oswald.

Wilhelm Diegelmann spielt unter der Regie namhafter Regisseur. Fritz Lang gibt ihm die Rolle des Arztes in seinem Episodenfilm DER MÜDE TOD (1921). Friedrich Wilhelm Murnau engagiert ihn für PHANTOM (1922); bei Ewald André Dupont in DIE GEIERWALLY (1921) mimt er den alten Rosenbauer und immer wieder ist es Ernst Lubitsch, der den gestandenen Schauspieler vor die Kamera holt, so in ANNA BOLEYN (1920).

Mit dem Siegeszug des Tonfilms Anfang der 30er Jahre hat Wilhelm Diegelmann keinerlei Schwierigkeiten. Er wird weiter in zahlreichen Filmen besetzt. Auch hier ist er an deutschen Klassikern beteiligt. In DER BLAUE ENGEL (1931) tritt er neben Marlene Dietrich und Emil Jannings als Kapitän auf. Kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 spielt Wilhelm Diegelmann in dem Propgandafilm HANS WESTMAR (1933). Der Film erscheint 1933 als dritter und letzter NS-Film über die "Blutzeugen der Bewegung" in den Kinos - nach SA-MANN BRAND (1933) und HITLERJUNGE QUEX (1933).

Wilhelm Diegelmann stirbt am 01. März 1934 in Berlin.

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