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Frieda Richard

Frieda Richard
Darsteller

* 01. November 1873
Wien
Österreich
† 12. September 1946
Salzburg
Österreich
andere Namen Frida Richard

FRIEDA RICHARD • Biographie Seite 1/1

Die Schauspielerin Frieda Richard ist heute vergessen. Dabei hat sie in mehr als 100 Filmen der deutschen Stummfilmzeit mitgespielt. Sie gehört zu den vielbeschäftigten Darstellerinnen, zum Beispiel erhält sie 1916 nachweislich in sieben Filmen eine Nebenrolle. Häufig verkörpert sie die Mütter der jungen Stars, die sie in mehr als 30 Jahren beim Film kommen und gehen sieht.

Frieda Richard wird am 01. November 1873 in Wien geboren. Über ihre Herkunft ist derzeit nichts bekannt.

Als 17jährige erhält sie eine Ausbildung an der Theaterschule Pauline Loewe als Schauspielerin. Während dieser Zeit lernt sie die beiden Eleven Max Reinhardt, den späteren Star-Regisseur, sowie Fritz Richard, ihren späteren Ehemann, kennen. Auf Wunsch ihres Mannes arbeitet sie zunächst als Sprachlehrerin.

Als beide 1905 Wien in Richtung Berlin verlassen, ändert sich das berufliche Umfeld. Frieda Richard arbeitet seit 1910 auf der Bühne in Berlin und für den Film. Sie steht häufig unter der Regie von Max Reinhardt auf den Brettern, die die Welt bedeuten, in Berlin wie in Wien. Sie gibt Gastspiele bei den Salzburger Festspielen.

Bei den neuen Medium Film gehört die Schauspielerin zu den meistbeschäftigsten Darstellerinnen in der Stummfilmzeit. Ihre Karriere beginnt sie bei der Messter Projections AG. Sie spielt an der Seite von dessen Haus-Star Henny Porten in unzähligen Ein- und Zweiaktern mit. Selten erhält sie eine Hauptrolle, aber dafür spielt die Mütter, Tanten, Witwen oder Großmütter der jüngeren DarstellerInnen. Bereits früh wird sie auf diese Rolle festgelegt. Häufig steht sie mit ihrem Ehemann vor der Kamera, so unter anderem in dem Joe May-Film DAS VERSCHLEIERTE BILD VON GROß-KLEINDORF (1913).

In zahlreichen deutschen Stummfilm-Klassikern der Weimarer Republik spielt die Schauspielerin mit, unter anderem gibt sie eine Runenmagd in dem Fritz Lang-Film DIE NIBELUNGEN - 1.TEIL: SIEGFRIED (1924). Die Rolle, mit der die Schauspielern wohl am häufigsten verbunden wird, ist jener der Mutter des Gretchen in der Friedrich Wilhelm Murnau-Inszenierung FAUST - EINE DEUTSCHE VOLKSSAGE (1926).

1932 geht das Ehepaar Richard zurück nach Wien. Auch dort steht die Künstlerin vor der Kamera.
Frieda Richard stirbt am 12. September 1946 in Salzburg.

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