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Edward Norton

Edward Norton
Darsteller

* 18. August 1969
Columbia (Missouri)
USA
andere Namen Ed Norton

EDWARD NORTON • Biographie Seite 1/1

In 14 Filmen hat Edward Norton bisher mitgespielt. Das sind nicht viele Auftritte, aber sie bleiben in Erinnerung. Der Schauspieler zählt zu den besten seiner Generation, überzeugt durch Authenzität und Bandbreite. Er wirkt zerbrechlich und unschuldig, kann aber mit eiskaltem Blick, die in ihm schlummernde Gewalt aufblitzen lassen. Gelobt wird seine Wandlungsfähigkeit. Zudem beweist er in der Wahl seiner Rollen eine glückliche Hand. Zweimal wird er für einen Oscar nominiert, einen Golden Globe hat er bereits.

Edward Norton wird am 18. August 1969 in Columbia geboren. Sein Vater ist Rechtsanwalt, seine Mutter arbeitet als Lehrerin, sie stirbt 1997 an Krebs. Zur Familie gehören noch zwei Geschwister. Bereits als kleiner Junge will er auf die Bühne, bei vielen High School-Aufführungen ist er dabei. Nach seinem Schulabschluß besucht er die renommierte Yale University und studiert bis 1991 Geschichte. Auch als Student ist er Mitglied in Theatergruppen, will Schauspieler werden. Aber vorerst geht Edward Norton nach Japan und arbeitet für die Stiftung seines Großvaters, der Enterprise Foundation, die Wohnraum für sozial Schwache organisiert. Nach zwei Jahren kehrt er - fließend japanisch sprechend - nach Amerika zurück.

Zunächst geht er nach New York und konzentriert sich auf seine Karriere als Schauspieler. Er arbeitet als Kellner, Korrektor und Regieassistent, bis er im Sommer 1994 dem Theaterregisseur und Autor Edward Albee auffällt. Er erhält eine Rolle in dem Stück "Fragments". Seitdem ist Edward Norton Mitglied der New York Signature Theater Company, gehört mittlerweile zum Vorstand der Theatertruppe.

1996 wird Hollywood auf den Schauspieler aufmerksam. Für den Justiz-Thriller ZWIELICHT (1996) wird ein Partner für Richard Gere gesucht. Erzählt wird die Geschichte eines unter Mordverdacht stehenden Ministranten, der von einem Staranwalt verteidigt wird. Edward Norton überzeugt in dem Debüt mit seiner Unschuldsmiene, hinter der er seine Gerissenheit und Schizophrenie verbirgt. Auf Anhieb stellt sich der Erfolg ein; er wird als Bester Nebendarsteller für den Oscar nominiert und erhält den Golden Globe sowie diverse Kritikerpreise.

In der Folge arbeitet der Schauspieler mit einigen der wichtigsten Regisseure und Schauspieler zusammen, orientiert sich bei der Auswahl seiner Rolle meist an der Qualität des Drehbuchs. Woody Allen besetzt ihn mit einer kleiner Rolle in dem Musical ALLE SAGEN: I LOVE YOU (1996). Mit Matt Damon und John Malkovich steht er in dem Pokerfilm ROUNDERS (1996) von John Dall vor der Kamera. Er arbeitet mit Milos Forman in dessen Film LARRY FLINT - DIE NACKTE WAHRHEIT (1996) mit. Hier spielt er den Anwalt Alan Isaacman, der den wegen Pornographie angeklagten Hustler-Herausgebers Larry Flint - verkörpert von Woody Harrelson - aufopferungsvoll verteidigt.

1998 ist das wohl bisher erfolgreichste Jahr des Darstellers. In AMERICAN HISTORY X (1998) von Tony Kaye spielt er einen Neonazi, der nach einem Mord ins Gefängnis kommt. Dort wendet er sich von der Ideologie ab. Aber sein kleiner Brüder (gespielt von Edward Furlong) fühlt sich der rechten Szene verpflichtet. Der Versuch des älteren Bruders, ihn vor seinen eigenen Fehlern zu bewahren, schlägt fehl. Der Film wird widersprüchlich aufgenommen. Er gilt einerseits als kunstvoll verschachteltes und bildgewaltiges Werk, daß eindringlich Rassenhaß in den USA thematisiert. Andererseits geht er einigen Kritikern nicht weit genug, könne sogar mißverstanden und für die rechte Szene benutzt werden. An den Darstellern liegt es nicht. Edward Norton wird zum zweiten Mal für den Oscar nominiert, diesmal als Bester Hauptdarsteller.

Ende des Jahrtausends kommt der intellegent und witzig, aber auch brutal inszenierte Film FIGHT CLUB (1999) in die Kinos. An der Seite von Brad Pitt spielt Edward Norton einen Aussteiger, der einen sich schlagenden Männerbund gründet, um dem Alltagstrott zu entfliehen. Als der Club sich zur Privatarmee ausweitet, will er ihn bremsen, muß aber feststellen, daß sein anderes Ich sich nur noch mit Gewalt stoppen läßt. Der Film wird nicht nur ein Kritiker-Erfolg, er überzeugt auch das Publikum und wird Kult.

Als nächstes legt Edward Norton seinen ersten Film als Regisseur, Produzent und Autor vor. In GLAUBEN IST ALLES! (2000) spielt er neben Ben Stiller, der einen Rabbiner gibt, einen katholischen Priester. Beide treffen ihre alte Jugendfreundin wieder und kommen dadurch in Konflikte mit ihrer Regligion. Schauspielerisch ist die Komödie durchaus gelungen.

Danach konzentriert sich Edward Norton wieder auf seine Schauspielarbeit. Mit Robert De Niro und Marlon Brando ist er in dem klassisch inszenierten Gangsterfilm THE SCORE (2001) zu sehen. Neben Anthony Hopkins spielt er den "Hannibal Lecter"-Fänger Agent Graham in DER ROTE DRACHE (2002). Einen weiteren Thriller legt er mit THE ITALIAN JOB - JAGD AUF MILLIONEN (2003) vor. Bei der Filmbiographie FRIDA (2002) über die Malerin Frida Kahlo ist er nicht nur als Schauspieler dabei , sondern arbeitet auch am Drehbuch mit. In 25 Stunden (2002) von Spike Lee spielt er den Verbrecher Monty Brogan, der Drogen an Schüler verkauft. Der Film gilt als einer der besten des Regisseurs. Er erzählt eine ganz andere, unerwartete Perspektive eines intelligenten, charmanten und charismatischen Drogendealers mit Uni-Abschluß im New York nach dem 11. September. Einmal mehr trägt die schauspielerische Leistung Edward Nortons den Film.

Derzeit sind vier Filme mit dem Schauspieler in der Postproduktion. Edward Norton lebt zurückgezogen in New York.

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