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Hans May

Hans May
Musik, Musikalische Leitung

* 11. Juli 1886
Wien
Österreich
† 31. Dezember 1958
London
Großbritannien

HANS MAY • Biographie Seite 1/1

Hans May hat als Filmkomponist einen Hit gelandet. Mit "Ein Lied geht um die Welt" schafft er in den 30er Jahren einen Gassenhauer, der in Wien, Berlin und Paris gleichermaßen gesungen wird. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 verhindert eine weitere Karriere des Komponisten im deutschsprachigen Raum. Der emigrierte Künstler wird in Großbritannien zu einem gefragten Filmkomponisten.

Hans May wird am 11. Juli 1886 als Johann Mayer in Wien geboren. Über seine familäre Herkunft ist derzeit nichts bekannt. Er wird berichtet, daß er bereits mit 10 Jahren Klavierkonzerte gegeben haben soll. Nach seiner Schulausbildung studiert er an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien. Nach seinem dortigen Abschluß arbeitet er zunächst als Kapellmeister. Er inszeniert Opern und Operetten, ist Mitbegründer des Kabaretts "Gondel", an dem er auch als Schauspieler auftritt.

Mitte der 20er Jahre kommt der Komponist mit dem Film in Kontakt. Für EIN SOMMERNACHTSTRAUM (1925) in der Regie von Hans Neumann wird er für die musikalische Begleitung engagiert. Damit ist sein Interesse für Filmmusik geboren. Mit seinen Kompositionen bringt der Musiker erstmals Elemente des Jazz ins deutsche Kino. Er ist für die Musik diverser deutscher Stummfilme verantwortlich, u.a. komponiert er für die Regisseure Richard Oswald und Georg Wilhelm Pabst. Ab 1929 versorgt Hans May sämtliche Filme des Regisseurs Richard Eichberg mit Musik.

Mit seinem Lieder "Ein Lied geht um die Welt" gesungen von dem Tenor Joseph Schmidt in dem gleichnamigen Film feiert der Komponist seinen wohl größten Erfolg. Danach muß er Deutschland verlassen. Die Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 veranläßt ihn, zunächst in sein Heimatland Österreich zurückzukehren. Ab 1934 lebt der Komponist in London, wo mit MY SONG GOES ROUND THE WORLD (1934) die englische Version des deutschen Films EIN LIED GEHT UM DIE WELT (1933) entsteht. Der Film wird von dem ebenfalls emigrierten Richard Oswald gedreht, der bereits das Original inszeniert hat.

In seiner Wahlheimat Großbritannien wird Hans May zu einem vielbeschäftigten Filmkomponisten. Er schreibt die Musik zu zahlreichen Komödien, Meldodramen oder Historienfilmen. Für mehr als 30 Filme schreibt er bis Mitte der 50er Jahre seine Musik. Für einen seiner letzen Filme kehrt Hans May nach Deutschland zurück. Er komponiert für den westdeutschen Film DER KAISER UND DAS WÄSCHERMÄDEL (1957) in der Regie Ernst Neubach die Musik.

Hans May stirbt am 31. Dezember 1958 in seiner Wahlheimat London.

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