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Will Smith

Will Smith
Darsteller, Produzent

* 25. September 1968
Philadelphia (Pennsylvania)
USA
andere Namen Willard Christopher Smith jr.

WILL SMITH • Biographie Seite 1/1

Will Smith ist ein Allround-Talent und zählt zu den facettenreichsten Entertainern Hollywoods. Mit den großen abstehenden Ohren, dem strahlenden Lächeln und einem unverwechselbaren Charme hat er mittlerweile die Herzen von Millionen Menschen auf der ganzen Welt erobert. Will Smiths Spitzname lautet nicht umsonst "Fresh Prince", denn ob als Musiker, Comedy-Ass, als Filmstar oder Produzent, das multimediale Talent brilliert auf jeder Ebene. Besonders die Rolle des coolen sympathischen Helden, der immer einen witzigen Spruch parat hat oder die ganze Welt rettet, beherrscht der Schauspieler mit Leichtigkeit.

Will Smith wird als Willard Christopher Smith II. am 25. September 1968 in Philadelphia, Pennsylvania geboren. Sein Vater Willard C. Smith ist Inhaber der Firma "Arcac", die Kühlgeräte und Wartungsservice anbietet, und arbeitet als selbstständiger Kühlungsingenieur. Seine Mutter Carolyn ist Sekretärin an einer Schule. Er ist das zweitälteste von vier Geschwistern. Mit der älteren Schwester Pam (geb. 1964), sowie den jüngeren Zwillingen Ellen und Harry (geb. 1971) wächst er in West Philadelphia auf. Schon als Kind steht er gern im Mittelpunkt und liebt es vor Publikum aufzutreten; erste Auftritte hat er bei Aufführungen von Theaterstücken in der Kirche. Auch die Liebe zur Musik entdeckt er früh, er spielt gern Schlagzeug und Klavier.

Will Smith besucht die Overbrook High School, in der er durch hervorragende Leistungen, als Klassenclown sowie mit seinem Charme glänzt. Er erhält den Spitznamen "Prince Charming" (zu deutsch: Märchenprinz), den er bevorzugt in "Prince" abkürzt und später mit dem Trendbegriff "fresh" (Synonym für "cool") ergänzt. In einer Schülerband arbeitet er weiter an seiner musikalischen Leidenschaft. Im Alter von 12 Jahren betätigt er sich als Rapper und DJ und macht sich schon bald einen Namen auf Partys. Anfang 1986 lernt er auf einer den angesagtesten DJ Philadelphias Jeffrey A. Townes kennen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und arbeiten immer häufiger zusammen. Sie nennen sich "DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince". Nach dem Schulabschluss wird Will ein Stipendium für das berühmte "Massachusetts Institute of Technology" (MIT) angeboten. Er lehnt ab, um sich stärker auf die Musikkarriere zu konzentrieren.

Im Jahre 1987 wird mit "Rock The House" das erste Album von "DJ Jazzy Jeff & The Fresh Prince" veröffentlicht, mit welchem sie auf sich aufmerksam machen. Der große Erfolg und Durchbruch gelingt ihnen allerdings erst mit der zweiten Platte "He's The DJ, I'm The Rapper", das 1988 erscheint. Die erfolgreiche Hitsingle "Parents Just Don't Understand" wird 1988 mit dem ersten Grammy sowie einem MTV Video Music Award ausgezeichnet. Mit der vom vierten Album "Homebase" veröffentlichten Single "Summertime" gelingt den Rappern 1991 ein Welthit, für den sie einen weiteren Grammy erhalten. Während ihrer gemeinsamen musikalischen Zusammenarbeit erscheinen sechs verschiedene Alben, darunter ein "Greatest Hits" (1998). Mit ihrer Musik feiern sie mehrere Erfolge, werden mit wichtigen Musik-Preisen geehrt und gewinnen eine beachtliche Fangemeinde. Der Stil des Duos unterscheidet sich sehr vom gängigen Sound der Hip Hop Branche. Ihre Songs sind frei von vulgären Ausdrücken und behandeln keine sozialkritischen Inhalte, sondern bauen auf Fun-Rap gespickt mit individuellen Humor und Ironie. Ein Stil, den Will Smith auch bei seiner späteren Solokarriere als Musiker weitestgehend beibehält.

Neben der Musikkarriere beginnt Will Smith auch eine Karriere beim Fernsehen. Er wird der Hauptdarsteller der beliebten NBC Comedy Familienserie "Der Prinz von Bel Air", in der er sich selbst spielt. Als Will Smith aus Philadelphia zieht er bei seiner reichen Verwandtschaft ein und bringt mit seiner lustigen, vorlauten und charmanten Art deren wohlgeordnetes monotones Leben durcheinander. Will Smiths Freund Jeff Townes taucht übrigens als Jazz immer wieder in mehreren Episoden auf. Die Sitcom wird ein großer Erfolg und begeistert die Zuschauer von 1990 bis 1996. Zwei Golden Globe Nominierungen in den Jahren 1993 und 1994 bestätigen das gelungene Serienkonzept sowie dessen Popularität. Durch die Comedy-Serie wird Will Smiths weltweite Bekanntheit gesteigert, was sich sowohl auf seinen musikalischen Werdegang sowie die Chancen auf neue Rollenangebote im Filmbusiness positiv auswirkt.

Innerhalb dieser Zeit nimmt der Comedy Star auch erste Filmrollen an. In DIE STRAßENKINDER (1992) von Marc Rocco, ein Film über das Leben Jugendlicher auf den heruntergekommenen Straßen Hollywoods, mimt er den gelähmten, im Rollstuhl sitzenden Jungen Manny. Neben Whoopi Goldberg und Ted Danson spielt er als Tea Cake Walters in der erfolgreichen Komödie MADE IN AMERICA (1993) unter der Regie von Richard Benjamin den besten Kumpel von Zora, dargestellt von Nia Long, die auch in "Der Prinz von Bel Air" von 1994 bis 1996 neben ihm als dessen Freundin agiert. Positive Kritiken und Respekt verdient sich der Schauspieler mit seiner Darstellung des homosexuellen Straßenstrichers Paul, der sich als Sidney Poitiers Sohn ausgibt, an der Seite von Donald Sutherland in DAS LEBEN - EIN SECHSERPACK (1993) von Fred Schepisi. Will Smith beweist, dass er neben der Darstellung eines Komödianten auch in Charakterrollen schlüpfen kann. Der Film, beruhend auf einer wahren Begebenheit, verschafft ihm den cineastischen Durchbruch. In dem rasanten Actionfilm BAD BOYS - HARTE JUNGS (1995) von Michael Bay steht er zusammen mit Martin Lawrence vor der Kamera. Er verkörpert den coolen playboyhaften Polizisten Mike Lowrey, der mit seinem Partner Marcus Burnett, einem sensiblen Familienvater, Drogenverbrecher jagt. Die Actionkomödie lebt vor allem von den dynamischen und witzigen Dialogen der beiden gegensätzlichen Cops sowie der spektakulären Actionszenen. Acht Jahre später folgt die weniger erfolgreiche Fortsetzung BAD BOYS 2 (2003), ebenfalls unter der Regie von Michael Bay.

Als Kampfpilot Captain David Hiller kämpft Will Smith in der Roland Emmerich-Verfilmung INDEPENDENCE DAY (1996) an der Seite eines Computerspezialisten (gespielt von Jeff Goldblum) und dem US-Präsidenten (dargestellt von Bill Pullman) gegen eine Invasion von Außerirdischen. Mit Aliens hat es der Schauspieler auch in MEN IN BLACK (1997) zu tun. In dieser erfolgreichen Science-Fiction-Komödie von Barry Sonnenfeld, die auf der Comicvorlage "The Men In Black" von Lowell Cunningham basiert, geht er als der witzige, coole Sprücheklopfer Agent J zusammen mit Tommy Lee Jones, der die Rolle des wortkargen, zurückhaltenden und ernst blickenden Agent K übernimmt, auf Alienjagd. In einem schwarzen Anzug, mit cooler Sonnenbrille, speziellen Waffen und einem "Blitzdingsgerät" sind die beiden ungleichen Partner bestens gerüstet. Die originelle Story, die verschiedenen Aliencharaktere sowie die komischen Dialoge des gegensätzlichen Duos machen den Film zu einem weltweiten Kassenschlager. Ebenfalls unter der Regie von Barry Sonnenfeld erscheint fünf Jahre darauf der zweite Teil MEN IN BLACK 2 (2002).

Will Smith steuert zum Soundtrack des Films den gleichnamigen Song "Men in Black" und die Single "Just Cruisin'" bei und startet damit seine Rückkehr in die Musikbranche. Sein erstes Soloalbum "Big Willie Style" erscheint 1997 und schwimmt auf der Erfolgswelle des Films, Soundtracks und des Nummer 1 Hits "Men in Black" mit. Er knüpft musikalisch an seinem alten Stil an. In den Texten geht es um seine neuen Erfahrungen und Erlebnisse, um Spaß und Lebensfreude und wieder kommen die Songs ganz ohne Schimpfwörter und Gangsta-Rap aus, wodurch dem Musiker ein energiegeladenes, positives Lebensgefühl versprühendes Album gelungen ist. Besonders rührend ist der Song "Just The Two Of Us", der seinem erstgeborenen Sohn Trey gewidmet ist und gemeinsam mit ihm tritt er auch im Videoclip auf, für den er 1998 einen MTV Video Music Award in der Kategorie "Bestes Video eines männlichen Künstlers" erhält. Der Schauspieler konzentriert sich seitdem parallel auf Musik- und Filmbusiness.

Für den actionreichen Politthriller STAATSFEIND NR. 1 (1998) von Tony Scott schlüpft er in die Rolle eines Anwalts, der vom amerikanischen Geheimdienst und anderen Regierungsagenten gejagt wird und dessen einziger Helfer ein ehemaliger Agent der NSA (National Security Agency) ist, der von Gene Hackman dargestellt wird. Als Cowboy tritt er mit Kevin Kline in dem modernen Westernstreifen WILD WILD WEST (1999) von Barry Sonnenfeld vor die Kamera. Der Film, basierend auf der gleichnamigen Fernsehserie aus den 1960er Jahren, flopt und der Schauspieler erntet schlechte Kritiken. In der Robert Redford-Verfilmung DIE LEGENDE VON BAGGER VANCE (2000) agiert der Schauspieler als der mysteriöse Caddy Bagger Vance, der Rannulph Junuh, dargestellt von Matt Damon, wieder zum richtigen Schwung verhilft. Als Boxerlegende Muhammad Ali alias Cassius Clay begeistert er in der Biographie-Verfilmung ALI (2001) von Michael Mann Kritiker und Publikum. Für seine glanzvolle Darstellung wird er 2002 mit einer Oscar- und Golden Globe-Nominierung geehrt.

Zu Will Smiths jüngsten Filmen zählt der Science-Fiction Film I, ROBOT (2004) von Alex Proyas und basierend auf den Robotergeschichten des Science-fiction-Schriftstellers Isaac Asimov, in dem er als Polizist mit einer leicht paranoiden Technophobie gegen einen Roboter ermittelt. In der Komödie HITCH - DER DATE DOKTOR (2005) zeigt er Männern wie dem "King of Queens"-Star Kevin James, wie diese ihre Traumfrau erobern können. Eine zweite Oscar- und Golden Globe-Nominierung erhält der Schauspieler 2007 für seine Darstellung des allein stehenden Vaters Chris Gardner in DAS STREBEN NACH GLÜCK (2006), ein Film beruhend auf einer wahren Geschichte und unter der Regie von Gabriele Muccino. Sein Sohn Jaden Smith schlüpft in die Rolle des Filmsohnes und gibt damit sein Leinwanddebüt. Will Smiths neuester Streifen I AM LEGEND (2007) (I AM LEGEND (2007) Trailer) von Francis Lawrence erscheint im Januar 2008 in den deutschen Kinos. Darin spielt er den letzten Menschen auf Erden, der es mit Vampiren aufnehmen muss.

Neben der schauspielerischen Tätigkeit leiht Will Smith in dem Zeichentrickfilm GROßE HAIE - KLEINE FISCHE (2004) (GROßE HAIE - KLEINE FISCHE (2004) Trailer) dem Fisch Oscar seine Stimme. 1998 gründet er mit James Lassiter die Produktionsfirma "Overbrook Entertainment", die unter anderen bei der Produktion der Filme HITCH - DER DATE DOKTOR (2005) und DAS STREBEN NACH GLÜCK (2006) beteiligt ist. Als Musiker hat er bisher 4 verschiedene Soloalben veröffentlicht, einschließlich seines letzten aktuellen Albums "Lost and Found" (2005).

In erster Ehe ist Will Smith mit der Modedesignerin Sheree Zampino von 1992 bis 1995 verheiratet. Im Jahre 1993 kommt ihr Sohn Willard Christopher III., genannt "Trey", zur Welt. Am Set von "Der Prinz von Bel Air" lernt er Schauspielerin Jada Pinkett kennen, die für die Rolle der Freundin von Will vorspricht. Wegen ihrer kleinen Körpergröße wird sie von den Machern der Serie zwar abgelehnt, aber privat wird sie dennoch später die Frau an Will Smiths Seite. Die beiden heiraten am 31. Dezember 1997 und haben einen Sohn, Jaden Christopher Syre (geb. 1998), und eine Tochter, Willow Camille Reign (geb. 2000). Die Familie lebt derzeit in Los Angeles, Kalifornien.


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Autorin: Manuela Pinske
Stand: September 2007

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