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Cate Blanchett

Cate Blanchett
Darsteller

* 14. Mai 1969
Melbourne
Australien
andere Namen Catherine Elise Blanchett

CATE BLANCHETT • Biographie Seite 1/1

Cate Blanchett ist aktuell eine der vielseitigsten und glamourösesten Schauspielerinnen des Kinos. Sie ist eine ätherische Schönheit, die sehr zerbrechlich, wie aus Porzellan wirkt. In vielen Filmen bietet die Darstellerin ein magisches Spiel, ist kraftvolle Kämpferin und verletzbare Frau in einem. Dabei lässt sich die Australierin nicht auf einen bestimmten Rollentyp festlegen, spielt autoritäre Königinnen, liebenswerte Lehrerinnen und Journalistinnen und überzeugt in der Rolle eines des größten Musiker des 20. Jahrhunderts.

Cate Blanchett wird am 14. Mai 1969 in Melbourne, Australien als Catherine Elise Blanchett geboren. Ihr Vater ist ein Amerikaner aus Texas, der als Werbefachmann arbeitet. Ihre Mutter arbeitet als Lehrerin. Zur Familie gehören noch die ältere Tochter Genevieve und der jüngere Sohn Bob. Der Vater stirbt, als die zehn Jahre alt ist. Nach ihrer Schulausbildung lässt sie sich als Schauspielerin am National Institute of Dramatic Art ausbilden, danach bei der Sydney Theatre Company engagieren. Hier gibt sie erste Talentproben ab und erhält Auszeichnungen für ihre Leistungen auf der Bühne, unter anderem wird sie 1993 mit dem Critics Circle Theatre Award als Beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Neben ihrer Theaterarbeit ist sie auch im australischen Fernsehen präsent, ist Rollen in den Fernsehserien "Heartland" (1994) und "Bordertown" (1995).

Ihr Debüt auf der großen Leinwand gibt sie in dem historischen Drama PARADISE ROAD (1997) von Bruce Beresford an der Seite solch gestandener Schauspielerinnen wie Glenn Close und Frances McDormand. Erzählt wird von weiblichen Kriegsgefangener in einem japanischen Lager auf Sumatra, die einen Chor gründen, um die Entbehrungen des Lagerlebens zu überstehen. Für ihre Darstellung in der romantischen Komödie HEIRATEN IST GLÜCKSSACHE (1997) von Cherie Nowlan erhält sie den australischen Filmpreis als Beste Darstellerin. Danach steht sie gemeinsam mit Ralph Fiennes vor der Kamera in OSCAR UND LUCINDA (1997) von Gillian Armstrong, aber bereits mit ihrem nächsten Film gelingt ihr der internationale Durchbruch. Die Filmbiographie ELIZABETH (1998) von Shekhar Kapur schildert die Jugend der englischen Königin, geprägt von Machtspielen und Intrigen, die sich gegen die Männerwelt entscheidet und sich als Herrscherin gekonnt in Szene setzt, sie opfert ihre Privatsphäre ganz der Staatsräson. Der Schauspielerin gelingt es, die spätere Monarchin als Frau mit Widersprüchen und Zweifeln darzustellen, die sich erst finden muss. Für ihre Darstellung wird sie mit dem Golden Globe ausgezeichnet, erhält zudem ihre erste Oscar-Nominierung und wird als neuer Star am Filmhimmel umjubelt.

Danach lockt Hollywood die Schauspielerin, weiß sie aber noch nicht richtig einzusetzen. In TURBULENZEN - UND ANDERE KATASTROPHEN (2000) von Mike Newell sowie DER TALENTIERTE MR. RIPLEY (2000) von Anthony Minghella beherrschen die Männer die Szenerie. Anders ist es in Komödie EIN PERFEKTER EHEMANN (1999) von Oliver Parker nach dem gleichnamiges Bühnenstück von Oscar Wilde, der durch sein hervorragendes Ensemble besticht. Mit dem subtilen Horrorstreifen THE GIFT - DIE DUNKLE GABE (2000) unter der Regie von Sam Raimi kann Cate Blanchett beweisen, dass sie eine Charakterdarstellerin ist, die einen ganz besonderen Typ Frau verkörpert. Hier spielt die Annie, eine Hellseherin und junge verwitwete Mutter dreier Söhne, die in einer amerikanischen Kleinstadt in ihren Träumen eine Leiche sieht. Mit ihrer Hilfe wird der wahre Mörder gefunden. Was sich anhört, wie die x-te Verfilmung eines Horrorszenarios ist eine sensibel gestaltete Charakterstudie. Die Hauptdarstellerin bietet ein magisches Spiel, neben ihrer Fragilität und Würde zeigt sie auch die Angst und die Verbitterung, die ihr Leben beherrscht. Sie ist kraftvolle Kämpferin und verletzliche Frau in einem.

Danach ist sich die Charakterdarstellerin auch nicht für Blockbuster und Mainstream zu schade. Sie mimt ätherisch, mit spitzen Ohren und ihren wunderschönen Augen die Elbenkönigin Galadriel in HERR DER RINGE (2001) von Peter Jackson. Außerdem tritt sie auch in kleineren Produktionen auf, etwa in dem britischen Opernfilm IN STÜRMISCHEN ZEITEN (2000) von Sally Potter. Regisseur Tom Tykwer arbeitet ebenfalls mit ihr in HEAVEN (2001). Hier spielt sie eine Attentäterin, die einen Drogenboss ermorden wollte, doch durch unglücklicher Umstände vier unschuldige Menschen tötet. Ein junger Carabiniere (gespielt von Giovanni Ribisi) verliebt sich in sie und verhilft ihr zur Flucht. In der Gaunerkomödie BANDITEN! (2002) von Barry Levinson bezirzt sie die beiden Ganoven Bruce Willis und Billy Bob Thornton. Als Schottin Charlotte Gray, die ihren Geliebten sucht und sich deshalb als Agentin anwerben lässt, überzeugt sie in dem Kriegsdrama DIE LIEBE DER CHARLOTTE GRAY (2002) von Gillian Armstrong.

Mit gleich zwei Charakterstudien ist Cate Blanchett im Jahr 2003 überaus erfolgreich präsent. In dem nüchternen Western THE MISSING (2003) unter der Regie von Ron Howard mimt sie überzeugend die spröde Maggie Gilkeson, deren Tochter von Indianer entführt wird, und die sich mit ihrem Vater (gespielt von Tommy Lee Jones) auf die Suche nach ihr macht. In dem Joel Schumacher-Film DIE JOURNALISTIN (2003) verkörpert sie die irische Journalistin Veronica Guerin, die der Drogenmafia den Kampf angesagt hat und sich engagiert publizistisch gegen sie zur Wehr setzt. Sie wird ermordet. Regisseur Martin Scorsese engagiert sie für die Rolle der Leinwand-Ikone Katharine Hepburn in THE AVIATOR (2004) (THE AVIATOR (2004) Trailer), der Aufstieg und Fall des amerikanischen Tycoons Howard Hughes schildert. Cate Blanchett gelingt in Gestus, Stimme und Diktion eine wunderschöne Hommage auf die eigenwillige Darstellerin. Lohn für die darstellerische Leistung in dem brillanten Ensemble ist ein Oscar als Beste Nebendarstellerin.

Das australische Drama LITTLE FISH (2005) von Rowan Woods, in dem Cate Blanchett eine Frau gibt, die sich von ihrer Drogen-Vergangenheit lösen will, gelangt leider nicht in die deutschen Kinos. Die deutschen Zuschauer können sie aber auf der Berlinale im Februar 2007 begrüßen, wo sie gleich in zwei Filmen zu sehen ist. Der Nachkriegs-Thriller THE GOOD GERMAN (2006) (THE GOOD GERMAN (2006) Trailer) von Steven Soderbergh läuft im Internationalen Wettbewerb und TAGEBUCH EINES SKANDALS (2006) (TAGEBUCH EINES SKANDALS (2006) Trailer) von Richard Eyre ist außer Konkurrenz zu sehen. Während sie im ersten Film eine attraktive, verführerische und umso verhängnisvollere, eben eine perfekte Femme Fatale gibt, begeistert sie in letzterem gemeinsam mit Judie Dench Kritiker wie Publikum. Sie verleihen dem Film um eine ältere Lehrerin, die sich in ihre junge Kollegin verliebt und um in deren Nähe sein zu können auch nicht vor Erpressung zurückschreckt, viel Leben. Beide werden dann auch als Beste Haupt- und Beste Nebendarstellerin für den Oscar nominiert, gehen allerdings beide leer aus. Bei der Oscar-Verleihung ist auch noch BABEL (2006) (BABEL (2006) Trailer) von Alejandro González Inárritu präsent, in dem sie eine amerikanische Ehefrau an der Seite von Brad Pitt spielt, die in Marokko von einer Kugel getroffen wird und deren Mann alles daran setzt, sie nicht zu verlieren.

Vom Filmfestival in Venedig 2007 kehrt Cate Blanchett mit dem Coppa Volpi als Beste Darstellerin zurück. Den hat sie für die Darstellung von Bob Dylan in I´M NOT THERE (2007) (I´M NOT THERE (2007) Trailer) unter der Regie von Todd Haynes erhalten. Die Lebensgeschichte von Bob Dylan wird hier gleich von sechs Darstellern (Cate Blanchett, Christian Bale, Ben Whishaw, Richard Gere, Heath Ledger und Marcus Carl Franklin) verkörpert und besonders die Leistung von Cate Blanchett sticht hervor. Der Film startet in Deutschland im Januar 2008 und eine Oscar-Nominierung dürfte für die Schauspielerin bereits eingeplant sein. Auch mit dem Historien-Drama ELIZABETH - DAS GOLDENE KÖNIGREICH (2007) (ELIZABETH - DAS GOLDENE KÖNIGREICH (2007) Trailer), wieder unter der Regie von Shekhar Kapur, stehen die Chancen auf eine weitere Nominierung gut. Die Filmemacher erzählen das Leben der englischen Königin Elizabeth I. fort, schildern nun den Kampf des protestantischen England gegen das katholische Spanien. Auch dieser Film startet in der "Oscar-Saison" weltweit im Dezember 2007.

Neben ihrer Arbeit vor der Kamera ist Cate Blanchett auch auf der Bühne weiter aktiv. Mit der Sydney Theatre Company spielt sie 2005 die "Hedda Gabler" nach Henrik Ibsen. Das Stück wird auch 2006 an der Brooklyn Academy of Music aufgeführt. Gemeinsam mit ihrem Ehemann übernimmt sie auch die Intendanz der Schauspieltruppe.

Cate Blanchett ist seit 1997 mit dem Autor Andrew Upton verheiratet. Gemeinsam haben sie zwei Söhne: Dashiell John Upton (geb. 2001) und Roman Robert Upton (geb. 2004).

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