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Albert Steinrück

Albert Steinrück
Darsteller

* 20. Mai 1872
Wetterburg
Deutschland
† 11. Februar 1929
Berlin
Deutschland

ALBERT STEINRÜCK • Biographie Seite 1/1

Albert Steinrück zählt zu den großen Theater-Darstellern Deutschlands. Neben seiner Bühnentätigkeit in Berlin und München ist der Schauspieler in über 80 Filmen als Leinwandstar erfolgreich. An zahlreichen Klassikern deutscher Stummfilmkunst ist er beteiligt, spielt bevorzugt kraftvolle und dominante Typen.

Albert Steinrück wird am 20. Mai 1872 im hessischen Wetterburg geboren. Nach seiner Schulausbildung beginnt er zunächst eine akademische Ausbildung zum Maler an der Kunstakademie in Düsseldorf, bricht das Studium aber ab. Ohne eine Schauspielschule besucht zu haben, debütiert er als knapp 20-jährig am Theater in Mühlhausen. Danach arbeitet er auf verschiedenen Bühnen in der Provinz, in Altenburg, Breslau und Hannover, bis er um 1900 nach Berlin kommt. Er erhält ein Engagement am Schillertheater, ab 1906 bei Max Reinhardt am Deutschen Theater. 1908 geht er nach München.

Albert Steinrück zählt bald zu den anerkannten deutschen Theaterschauspielern. Bekannt sind seine darstellerischen Leistungen in den Stücken von Franz Wedekind. Er spielt Büchner, Shaw, Barlach oder Wallace, übernimmt auch Regiearbeiten. Um 1918 wird er Intendant des Hof- und Nationaltheaters München. Aber 1920 verlässt er die Stadt und geht nach Berlin, arbeitet wieder vorrangig als Schauspieler.

Mit dem Film kommt Albert Steinrück in den 10er Jahren in Kontakt. Gemeinsam mit Max Mack, Friedrich Zelnik und Lupu Pick dreht er wahrscheinlich seinen ersten Film: JAPANISCHES OPFER (1910). Aber er sieht sich eher auf der Bühne. Erst 1919 beginnt er regelmäßig für den Film zu arbeiten. An zahlreichen Klassikern deutscher Stummfilmkunst ist der Darsteller beteiligt. Er arbeitet mit Reinhold Schünzel an dem Berlin-Film DAS MÄDCHEN AUS DER ACKERSTRAßE - 1. TEIL (1920), spielt an der Seite von Paul Wegener in DER GOLEM, WIE ER AUF DIE WELT KAM (1920) den Rabbi Loew, der mit den magischen Worten die Lehmfigur mit Leben füllt, in dem überaus erfolgreichen Film DIE GEIERWALLY (1921) mit Henny Porten zu sehen oder spielt neben Otto Gebühr in dem Preußen-Film FRIDERICUS REX - 1. TEIL: STURM UND DRANG (1922). Mit den Fridericus-Rex-Filmen erlangt der Darsteller als Preußenkönig Friedrich I. enormen Publikumserfolg.

1927 spielt Albert Steinrück in einem seiner letzten Film. In Joe Mays Film ASPHALT (1929) spielt er den Hauptwachtmeister Holk, der seinen eigenen Sohn verhaften muß. Während den Dreharbeiten zu dem Film DIE FRAU, DIE JUWELEN HAT kommt es zu dem tragischen Unfall. Albert Steinrück stirbt am 11. Februar 1929 an den Folgen einer Blutsturzes in Berlin.

Seine Ehefrau kann die Kosten des Begräbnisses nicht tragen. Zu seinen Ehren findet am 28. März 1929 im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt eine Sondervorstellung von Frank Wedekinds "Der Marquis von Keith" statt. Ein Großteil der deutschen Theater- und Filmkünstler beteiligen sich an der Benefizveranstaltung. Nach seinem Tod haben noch verschiedenen Filme, an denen der Künstler gearbeitet hat, Premiere, unter anderem FRÄULEIN ELSE (1929), in dem er an der Seite von Elisabeth Bergner, Albert Bassermann und Adele Sandrock den zwielichtigen Kunsthändler von Dorsday spielt.

In erster Ehe ist der Schauspieler seit November 1908 mit Elisabeth Gussmann verheiratet, die ebenfalls als Schauspielerin arbeitet. Wegen einer akut gewordenen Lungentuberkulose muss sie ihre Karriere früh beenden, verbringt ihr letzten Tage in einem Sanatorium in Partenkirchen und stirbt im April 1920 mit 34 Jahren. Albert Steinrück heiratet zum zweiten Mal die Schwester des Soziologen Alfred Sohn-Rethel.

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