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Karl Platen

Karl Platen
Darsteller

* 06. März 1877
Halle (Saale)
Deutschland
† 04. Juli 1952
Weimar
Deutschland (DDR)
andere Namen Carl Platen

KARL PLATEN • Biographie Seite 1/1

Über drei Jahrzehnte steht der Schauspieler Karl Platen vor der Kamera. In mehr als 200 Produktionen ist er präsent, gehört zu den meistbeschäftigsten Darsteller im deutschen Film. Seine Filmkarriere beginnt schon vor dem Ersten Weltkrieg, als viele Theaterschauspieler den Film noch ablehnen. In der Folgezeit übernimmt Karl Platen zahlreiche Rollen, überzeugt als Charaktercharge bei so renommierten Regisseuren wie Joe May, Ernst Lubitsch oder Fritz Lang.

Karl Platen wird am 06. März 1877 in Halle, an der Saale geboren. Im Alter von 19 Jahren beginnt er seine künstlerische Laufbahn am Theater. Zunächst spielt er im Kieler Stadttheater, erhält dann Engagements in Gera, Görlitz, Frankfurt, an der Oder und Bielefeld. Um 1906 kommt er nach Berlin. Auf den Berliner Bühnen macht sich der Schauspieler in zahlreichen Stücken einen Namen. Er ist unter anderem am Central-Theater und am Metropol-Theater zu sehen, steht auf der Bühne des Theaters am Schiffbauerdamm sowie des Theaters am Nollendorfplatz.

Früh entdeckt Karl Platen die Möglichkeiten des neuen Mediums Film. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg, als der Film als Kunstform von vielen Theaterschauspielern noch abgelehnt wird, steht er vor der Filmkamera. Er beginnt seine Filmkarriere bei der Produktionsfirma Continental-Kunstfilm GmbH, die ein Atelier in der Chausseestraße 123 betreibt. Hier ist er in Filmen von Joe May zu sehen, der bald zu einem der wichtigsten Regisseure der Zeit werden wird.

Karl Platen wird zu einem der meistbeschäftigsten Darsteller der deutschen Stummfilmzeit, in mehr als 100 Stummfilmen ist er zu sehen. Dabei sind seine Rollen nicht groß, er überzeugt als Charge. In vielen Fällen sind seine Auftritte nur Minuten oder Sekunden lang. Aber er arbeitet mit den namhaftesten Regisseuren der Zeit zusammen, etwa Max Mack, Paul Czinner, Paul Leni, Friedrich Wilhelm Murnau oder Ewald Andre Dupont. Er ist unter anderem in dem opulenten Kostümfilm MADAME DUBARRY (1919) von Ernst Lubitsch zu sehen, spielt in dem Episodenfilm DER MÜDE TOD (1921) von Fritz Lang mit und in dem Sozialdrama ASPHALT (1929) von Joe May.

Als die Ära des Tonfilms anbricht, hat Karl Platen keine Schwierigkeiten, seine Filmkarriere fortzusetzen. Die Rollen werden zwar nicht größer, aber seine Präsenz vor der Kamera ist nach wie vor enorm, es sind etwa 100 Tonfilme, in denen er zu sehen ist. Bis 1945 ist er beim deutschen Film beschäftigt.

Ab 1947 wohnt der Schauspieler im Weimarer Marie Seebach-Stift, wo er am 07. Juli 1952 stirbt.

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