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Leo Mittler

Leo Mittler
Regie

* 18. Dezember 1893
Wien
Österreich
† 16. Mai 1958
Berlin
Deutschland

LEO MITTLER • Biographie Seite 1/1

Der österreichische Künstler Leo Mittler ist auf verschiedenen deutschsprachigen Theaterbühnen zu Hause, aber er findet auch Interesse am Medium Film. An etwa 20 Film- und Fernsehproduktionen ist er beteiligt. Er arbeitet als Regisseur und Drebuchautor, in Deutschland, Frankreich, und bedingt durch seine Emigration 1933 auch in Großbritannien und Amerika.

Leo Mittler wird am 18. Dezember 1893 in Wien geboren. Über seine familäre Herkunft ist derzeit nichts bekannt. Nach dem Abschluß des Gymnasiums studiert er an der Akademie für Musik und Darstellende Kunst in Wien. Mit 21 Jahren erhält er sein erstes Engagement an der Wiener Volksbühne. Danach beginnt seine Wanderzeit. Er steht in Coburg, Breslau, Dresden und Frankfurt am Main auf der Bühne. Zudem erhält der junge Schauspieler auch Regieaufträge.

Mitte der 20er Jahre kommt Leo Mittler nach Berlin. Der Regisseur und Schauspieler arbeitet an verschiedenen Berliner Bühnen, unter anderem unter der Intendanz von Max Reinhardt und steht auch auf der Bamowsky-Bühne.

In Berlin hat Leo Mittler auch erste Kontakte mit dem Film, obwohl er der Bühne immer Vorrang geben wird. Er ist an vier Stummfilm-Produktionen beteiligt. Besonders erwähnenswert ist sein Film JENSEITS DER STRAßE (1929), der von die Prometheus-Film-Verleih und Vertrieb GmbH, Berlin produziert und von der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) unterstützt wird. Der Film spiegelt die Realität in der Zeit der Wirtschaftskrise wider, gehört zu den proletarischen Straßen- und Stadtfilmen der Zeit.

Mit Beginn der Tonfilmzeit arbeitet der Künstler verstärkt für den Film. Anfang der 30er Jahre geht er nach Paris und dreht dort einige deutsche Sprachversionen von französischen bzw. amerikanischen Orginalen. Zurück in Deutschland ist er nicht lange. Nach dem Januar 1933 muß der Künstler emigrieren. Zunächst kehrt er nach Frankreich zurück, geht später nach Großbritannien. Er ist in beiden Ländern an verschiedenen Filmprojekten beteiligt, die aber nicht weiter auffallen.

1938 kehrt Leo Mittler Europa den Rücken und geht wie viele seiner Kollegen nach Amerika. Er arbeitet als Drehbuchautor, entwickelt Storys, ist mehrfach arbeitslos. Erst 10 Jahre später kehrt er nach Deutschland zurück.

1948 beginnt Leo Mittler wieder für das Theater zu arbeiten. An zahlreichen Bühnen ist er in den nächsten 10 Jahren engagiert. Stationen sind Hamburg, Frankfurt, Berlin, Zürich und Düsseldorf. Bevorzugt inszeniert der Regisseur Stücke von modernen Autoren wie etwa Tennessee Williams, Terence Rattigan oder Herman Wouk.

Mitte der 50er Jahre beginnt Leo Mittler für das westdeutsche Fernsehen zu arbeiten. Er führt Regie bei der Carl Zuckmayer-Verfilmung "Das kalte Licht" (1955). Zwei Jahre später inszeniert er für das Fernsehen das aktuelle Stück "Blick zurück im Zorn" (1957) von dem Autor John Osborne, der der rebellischen und zornigen Jugend eine Stimme gibt.

Leo Mittler stirbt am 16. Mai 1958 im Alter von 65 Jahren in Berlin.

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