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Nunzio Malasomma

Nunzio Malasomma
Regie, Drehbuch

* 04. Februar 1894
Caserta
Italien
† 12. Januar 1974
Rom
Italien

NUNZIO MALASOMMA • Biographie Seite 1/1

Der Drehbuch-Autor und Regisseur Nunzio Malasomma kommt wie viele seiner Landsgenossen Mitte der 20er Jahre nach Deutschland. In ihrer Heimat Italien ist die Arbeitslage für Filmschaffende nicht besonders gut, deshalb versuchen sie es in Deutschland. Mit Artistenfilmen macht sich Nunzio Malasomma einen Namen, später dreht er Bergfilme.

Nunzio Malasomma wird am 04. Februar 1894 in Caserta (Italien) geboren. Sein Vater ist Rechtsanwalt. Nach seiner Schulausbildung studiert er an der Universität in Neapel. Er schließt mit einem Diplom als Ingenieur ab. Er entdeckt seine Liebe für den Film und schreibt für diverse Filmzeitschriften, beginnt Drehbücher zu schreiben, die auch verfilmt werden.

1923 dreht er seinen ersten eigenen Film. Aber die Filmindustrie in Italien liegt am Boden. Viele Künstler - zum Beispiel wie sein Freund, der Regisseur Gennaro Righelli und die Schauspielerin Maria Jacobini - gehen nach Deutschland. Auch Nunzio Malasomma macht sich auf den Weg nach Berlin und schreibt zunächst wieder Drehbücher, die meistens sein Freund verfilmt. Ab Mitte der 20er Jahre inszeniert er diverse Filme mit den Artisten und Schauspielern Luciano Albertini und Carlo Aldini, die sich durch technische Brillianz und artistische Furchtlosigkeit ohne Special Effects auszeichnen.

Danach dreht Nunzio Malasomma zwei Bergfilme mit dem jungen Luis Trenker. Der erste Film wird DER KAMPF UMS MATTERHORN (1928), der das Drama um die Erstbesteigung nachstellt. Die Filmfirma Homfilm verspricht sich großen Erfolg mit dem Film DER RUF DES NORDENS (1929) über Abenteuer am Nordpol. Im April 1929 bricht eine Expeditionsmannschaft mit dem Schiff "Hobby" auf. Die Reise verläuft schwierig, das Schiff bleibt im Treibeis stecken, wird mit Dynamit freigesprengt. Ein Filmhelfer kommt ums Leben, als er einen Eisbären erlegt. Die Mühe hat sich aber nicht ausgezahlt. Der Film kommt beim Publikum nicht an. Die Zeit des Stummfilms ist vorbei.

Nach dem Einzug des Tonfilms geht Nunzio Malasomma nach Italien zurück. Zunächst stellt er italienische Versionen deutscher Filme her, bis er Mitte der 30er Jahre wieder eigene Filme - auch in Deutschland - dreht. In einem seiner Filme spielt Anna Magnani eine ihrer ersten Filmrollen. Es entstehen unter seiner Regie unter anderem ROTE ORCHIDEEN (1938) mit Olga Tschechowa und DIE FRAU OHNE VERGANGENHEIT (1939) mit Sybille Schmitz in der Hauptrolle. Als der II. Weltkrieg beginnt, geht er für immer zurück nach Italien.

In Italien dreht der Regisseur unter anderem VOM SCHICKSAL VERWEHT (1942), im Herbst 1941 in den römischen Cinecittà-Ateliers von Rom wieder mit der Darstellerin Sybille Schmitz entsteht.
Nach Ende des II. Weltkrieges kann Nunzio Malasomma keinen Erfolg verbuchen. Das Renommee des italienischen Films zu dieser Zeit wird vom Neorealismus geprägt, mit dieser Stilrichtung kann sich Regisseur nicht anfreunden. Er dreht mehrere Sandalenfilme, wie DIE SKLAVEN VON ROM (1961). Ende der 60er Jahre beendet er seine Filmkarriere.

Nunzio Malasomma stirbt am 12. Januar 1974 in Rom.

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