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King Vidor

King Vidor
Regie, Drehbuch, Produzent

* 08. Februar 1894
Galveston (Texas)
USA
† 01. November 1982
El Paso de Robles (Kalifornien)
USA

KING VIDOR • Biographie Seite 1/3

Regisseur King Vidor hat das Hollywood-Kino der 1920er bis 1950er Jahre maßgeblich mitgeprägt. Er ist einer der ganz Grossen, der sich nicht scheut, sozialkritische und religiöse Themen aufzugreifen. Leidenschaftlich und idealistisch sind seine Filme, technisch brillant inszeniert. Stilistisch ist er überaus innovativ. Der Regisseur experimentiert mit Filmformen- und -stilen, als sich diese auf dem kommerziellen Markt noch gar nicht durchgesetzt haben, beeinflusst damit unter anderem den Ton- und Farbfilm, das 70-mm-Verfahren, den film noir und den Neorealismus.

King Vidor ist als King Wallis Vidor am 08. Februar 1894 in Galveston, Texas geboren. Sein Vater, der ungarische Wurzeln hat, ist Holzfabrikant. Er wächst in einem wohlhabenden Haushalt auf und interessiert sich frühzeitig für das Kino. Neben seiner Schulausbildung arbeitet er als Kartenabreißer und Aushilfsvorführer im Kino des Ortes. Zudem entstehen erste Dokumentar- und Kurzfilme, er arbeitet bei einer Produktionsfirma mit, die Wochenschau-Material zusammenstellt.

1915 geht King Vidor nach Hollywood. Er beginnt als Statist bei der Universal zu arbeiten. Langsam steigt er die Karriereleiter hinauf, bis er 1919 seinen ersten Film als Regisseur in Szene setzt. THE TURN IN THE ROAD (1919) beschäftigt sich mit religiösen Themen. Die Bandbreite seiner folgenden Filme ist groß. Er dreht Komödien wie Drama. Außerdem gründet er seine eigene Produktionsfirma, das Studio Vidor Village. Hier stellt er einige Filme her, unter anderem PEG O MY HEART (1922) und WILD ORANGES (1924), mit denen er Aufmerksamkeit erregt. Als seine Produktionsfirma 1924 Pleite geht, erhält er einen Vertrag bei den Metro Studios (später MGM) und bleibt über 24 Jahre bei der Produktionsfirma.

Hier erhält er die Regie für den Kriegsfilm DIE GROSSE PARADE (1925), der ein internationaler Erfolg wird und King Vidor ein gutes Ansehen in der Branche beschert. Erzählt wird von einem jungen Amerikaner, der noch unbekümmert in den Ersten Weltkrieg zieht, sich aber bald dem blutigen Alltag des Krieges stellen muss. Der Regisseur bietet einen der ersten desillusionierten, ungeschönten Blicke auf den Krieg als solchen. Eines seiner erfolgreichsten Jahre wird 1928 - gleich drei seiner Filme kommen in die Kinos und etablieren ihn als einen der erfolgreichsten Regisseure der Zeit. THE PATSY (1928) erzählt von einer Tochter, die sich gegen das Regime ihre Mutter wehrt. Die Komödie SHOW PEOPLE (1928) setzt sich satirisch mit der Traumfabrik Hollywood auseinander. Die frühe Medienkritik wird einer seiner größten kommerziellen Erfolge.

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