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Harald Paulsen

Harald Paulsen
Darsteller

* 26. August 1895
Elmshorn
Deutschland
† 04. August 1954
Hamburg
Deutschland

HARALD PAULSEN • Biographie Seite 1/1

Der Schauspieler Harald Paulsen beginnt seine Filmkarriere in den 20er Jahren. Er ist an einigen wichtigen deutschen Filmproduktionen der Zeit beteiligt. In den 30er Jahren, nach dem Einzug des Tonfilms, wird er ein gutbeschäftigter Nebendarsteller beim deutschen Film. In mehr als 100 Filmen ist der Darsteller zu sehen.

Harald Paulsen wird am 26. August 1895 in Elmshorn geboren. Über seine familiäre Herkunft ist derzeit nichts bekannt. Angeblich hat er eine Tanzausbildung erhalten. Mit 18 Jahren debütiert er auf der Theaterbühne in Hamburg. Seine junge Karriere wird je durch den Ausbruch des I. Weltkrieges unterbrochen. 1915 wird er eingezogen und dient bis zum Ende des Krieges. Dort spielt er ab 1917 Theater auf verschiedenen Frontbühnen.

Nach seiner Rückkehr aus dem I. Weltkrieg geht der junge Künstler 1919 nach Berlin. Hier wird er von Max Reinhardt engagiert, steht auf der Bühne des Deutschen Theaters. Der Theaterbühne wird er Zeit seines Lebens treu bleiben. Zwischen 1938 und 1945 ist er Indentant des Theaters am Nollendorfplatz.

In Berlin knüpft Harald Paulsen Kontakte zum Film. 1920 erhält er seine erste Filmrolle. Er ist an einigen wichtigen deutschen Filmproduktionen der Zeit beteiligt. Unter anderem engagiert ihn Robert Wiene für seinen expressionistischen Film GENUINE (1920). Nochmals arbeitet er mit dem Regisseur in DIE NACHT DER KöNIGIN ISABEAU (1920) zusammen. Mit dem weiblichen Star Lil Dagover steht er in DAS BLUT DER AHNEN (1920) unter der Regie von Karl Gerhardt vor der Kamera.

Der Schauspieler hat keine Schwierigkeiten, als sich Ende der 20er Jahre der Tonfilm durchsetzt. Er spielt unter anderem in der Tonfassung von ALRAUNE (1930) mit, die unter der Regie von Richard Oswald nochmals mit Brigitte Helm in der Titelrolle realisiert wird.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten arrangiert sich der Künstler mit dem System. Als Nebendarsteller ist er an einigen Propganadastreifen beteiligt. Er spielt in dem anti-britischen Film OHM KRÜGER (1941) einen französischen Minister; steht nochmals mit Emil Jannings in DER HERRSCHER (1937) als Rechtsanwalt vor der Kamera. Ebenso ist er in dem perfiden Spielfilm ICH KLAGE AN (1941) unter der Regie von Wolfgang Liebeneiner beteiligt, der Euthanasie-Propaganda im nationalsozialistischen Deutschland betreibt.

Harald Paulsen setzt sich auch auf den Regiestuhl. Ende der 30er Jahre entsteht unter seiner Regie der Film EINE FRAU KOMMT IN DIE TROPEN (1938) nach einem Drehbuch von Norbert Jacques, Philipp Lothar Mayring und Hans Steinhoff. Der Film spielt auf einer Plantage in Kamerun und erzählt ein Liebesdrama. Er ist mit Waldemar Leitgeb, Hilde Körber sowie Maria Koppenhöfer prominent besetzt. Mit DIE STIMME AUS DEM ÄTHER (1939) inszeniert er ein Drehbuch von Erich Kästner, der gemeinsam mit Edgar Kahn und Bobby E. Lüthge daran arbeitet. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau (gespielt von Anneliese Uhlig), die zwar nicht Schauspielerin wird, aber eine Rundfunksendung erhält. In ihre Stimme verlieben sich zwei Männer.
Auch als Regie-Assistent bei Kollegen ist Harald Paulsen tätig, unter anderem arbeitet er mit dem Regisseur Carl Boese zusammen.

Nach dem Ende des II. Weltkrieges arbeitet Harald Paulsen weiter als Schauspieler im Westen Deutschlands. In 10 Jahren bis Mitte der 50er Jahren ist er an mehr als 25 Filmen beteiligt. Bis kurz vor seinem Tod wird er vor der Kamera stehen. Der Schauspieler stirbt am 05. August 1954 in Hamburg.

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