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Mae Marsh

Mae Marsh
Darsteller

* 09. November 1895
Madrid (New Mexico)
USA
† 12. Februar 1968
Hermosa Beach (Kalifornien)
USA

MAE MARSH • Biographie Seite 1/1

Mae Marsh ist eine amerikanische Stummfilmschauspielerin, die in den 1910er und 1920er Jahre in mehr als 180 Filmen vor der Kamera agiert. Häufig spielt sie dramatische Rollen, die sie der Zeit entsprechend mit viel Pathos darbietet. Neben Lillian Gish und Mary Pickford wird sie eine der Lieblingsdarstellerinnen von David Wark Griffith, wirkt in zwei seiner Filmklassiker mit. Ab den 1920er Jahren arbeitet die Schauspielerin in Europa, steht auch in einem deutschen Film vor der Kamera. In den 50er Jahren findet Mae Marsh in John Ford einen Regisseur, der sie in den klassischen Western besetzt.

Mae Marsh wird am 09. November 1895 als Mary Wayne Marsh in Madrid, New Mexiko geboren. Ihr Vater arbeitet als Bilanzprüfer bei der Bahn. Er stirbt, als sie 5 Jahre alt ist. Ihre Familie zieht nach San Francisco, wo ihr Stiefvater 1906 während des Erdbebens umkommt. Danach kommt sie mit ihren Geschwistern nach Los Angeles und besucht dort das Hollywood-Convent of the Immaculate Heart. Ihr Bruder Oliver T. Marsh wird später als Kameramann auf sich aufmerksam machen. Die Schwester Frances Marsh arbeitet als Cutterin, die Schwestern Marguerite Marsh und Mildred Marsh werden auch zeitweise als Schauspielerinnen vor der Kamera tätig.

Um 1910 kommt Mae Marsh mit dem Film in Kontakt. Sie beginnt als Statistin, spielt unter anderem in den Filmen RAMONA (1910) sowie SERIOUS SIXTEEN (1910) von David Wark Griffith. Ihre erste größere Filmrolle erhält sie zwei Jahre später von dem Regisseur. In MANS GENESIS (1912) spielt sie an der Seite des damaligen Stars Robert Harron, mit dem sie ebenfalls mehrfach zusammenarbeiten wird. David Wark Griffith vertraut ihr bald größere Aufgaben an. In HOME SWEET HOME (1914) spielt sie die 'Apple-Pie-Mary', in DIE GEBURT EINER NATION (1915) ist sie neben Lillian Gish in der anderen weiblichen Hauptrollen der Südstaatlerin Flora Cameron zu sehen. Erzählt wird die Geschichte zweier befreundeter Familie aus Nord- bzw. Südamerika, die den amerikanischen Bürgerkrieg erleben. Beide Familien werden auf harte Proben gestellt.

In einem weiteren David Wark Griffith-Klassiker INTOLERANCE (1916) ist sie ebenfalls mit einer Hauptrolle betraut. Der Regisseur will aufzeigen, welche Konsequenzen Intoleranz hat und inszeniert vier Episoden zum Thema in Babylon, zur Zeiten Jesus, während der Bartholomäusnacht und eine moderne Episode. Mae Marsh spielt 'Little Dear One' im modernen Teil des Films. Neben Lillian Gish und Mary Pickford wird sie eine der Lieblingsdarstellerinnen von David Wark Griffith. Häufig spielt sie dramatische Rollen, die sie der Zeit entsprechend mit viel Pathos darbietet. Ihr letzter gemeinsamer Film wird DIE WEIßE ROSE (1923).

1916 wechselt die Schauspielerin die Produktionsfirma und arbeitet bei Samuel Goldwyn. Hier erhält sie für damalige Verhältnisse ein Rekordhonorar von 2500 Dollar die Woche. Obwohl sie zwischen drei bis sieben Filme pro Jahr dreht, kann sie keinen solch großen Erfolg wie unter David Wark Griffith erreichen. 1920 nimmt sie die Produktionsfirma Robertson-Cole Company unter Vertrag. Um 1920 steht Mae Marsh auch erstmals auf der Theaterbühne. Sie ist unter anderem in der Komödie "Brittie" zu sehen. Ab den 1920er Jahren arbeitet die Schauspieler mehrfach in Europa, steht besonders in britischen Filmen vor der Kamera. Auch in Deutschland ist Mae Marsh tätig. In dem Karl Grune-Film ARABELLA. DER ROMAN EINES PFERDES (1924) spielt sie die weibliche Hauptrolle, eine Tänzerin. Mit Beginn der Tonfilm-Ära reduzieren sich die Filmauftritte der Schauspielerin; ihre Rollen werden kleiner.

In den 1950er Jahren findet die Darstellerin in John Ford einen Regisseur, der sie in den klassischen Western besetzt. So ist sie unter anderem mit kleinen Rollen in FAUSTRECHT DER PÄRIE (1946), BIS ZUM LETZTEN MANN (1948) oder in DER SCHWARZE FALKE (1956) zu sehen. In der Rolle der Mutter bzw. Großmutter steht sie auch in Filmen anderer Regisseure vor der Kamera, kann aber an ihre Erfolge in der Stummfilmzeit nicht mehr anschließen.

1921 veröffentlicht die Schauspielerin ihr Buch "Screen Acting". Außerdem ist sie in zahlreichen Dokumentationen zur amerikanischen Filmgeschichte zu sehen.

Mae Marsh stirbt am 1. Februar 1968 in Hermosa Beach, Kalifornien.

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