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Erika Glässner

Erika Glässner
Darsteller

* 28. Februar 1890
Erfurt
Deutschland
† 21. Juli 1959
Giessen
Deutschland

ERIKA GLÄSSNER • Biographie Seite 1/1

Die Schauspielerin Erika Glässner ist der Backfisch in einigen deutschen Stummfilmen der 10er Jahre. Bis in die 50er Jahre hinein ist sie beim Film beschäftigt. Nach anfänglichen Hauptrollen folgen kleinere Aufgaben. Sie wird bevorzugt als Ehefrau, resolute Schwiegermutter, als Zofe und Dienerin besetzt.

Erika Glässner wird am 28. Februar 1890 als Maria Johanna Erika Glässner in Erfurt geboren. Über ihre familiäre Herkunft ist derzeit nichts bekannt. Als Mädchen nimmt sie Ballett-Unterricht. Um 1910 steht sie erstmals auf der Bühne in ihrer Heimatstadt. Danach arbeitet die junge Künstlerin auf verschiedenen Bühnen des Landes, tanzt und schauspielert in Halberstadt, Frankfurt, am Main und kommt kurz vor Beginn des I. Weltkrieges 1914 nach Berlin an das Lustspielhaus.

In Berlin knüpft die Schauspielerin Kontakt zum Film. 1915 erhält sie ihre erste Rolle in dem Film DER MODERNE PARIS ODER DER HERR APOTHEKER HEIRATET (1915). Sie arbeitet für die wichtigsten Berliner Produktionsfirmen, unter anderem die BB-Film-Fabrikation Bolten-Baeckers, die Oliver-Film GmbH und die Berliner Film-Manufaktur GmbH. Ihr Spiel ist erfolgreich; Erika Glässner gibt Hauptrollen neben Friedrich Zelnik, Eduard von Winterstein und den jungen Hans Albers. Zwischen ihrer Filmarbeit tritt Erika Glässner immer noch erfolgreich auf Berliner Bühnen auf und gibt Kabarettvorstellungen.

Nach dem Ende des I. Weltkrieges stagniert die Karriere. Für Erika Glässner bleiben nur noch kleinere Aufgaben beim Film. Sie arbeitet mit Reinhold Schünzel in DER ROMAN EINES DIENSTMäDCHENS (1921) zusammen, gibt dort die Kammerzofe. Bei dem Film des Erfolgsregisseurs Joe May TRAGÖDIE DER LIEBE - 1. TEIL (1922) ist sie neben Emil Jannings und Mia May zu sehen. In dem Werk DIE BLUMENFRAU VOM POTSDAMER PLATZ (1925) steht sie an der Seite von Wilhelm Dieterle, Ralph Arthur Roberts und Reinhold Schünzel vor der Kamera. Der Regisseur Jaap Speyer hat ein echtes Berliner Milieu-Stück vorgelegt, in dem die Schauspielerin ihr Talent zeigen kann. Leider bleibt es eine ihrer wenigen Hauptrollen.

Nach dem Einzug des Tonfilms ändert sich für die Schauspielerin nichts. Der Regisseur Erich Engel engagiert sie für seinen Film PYGMALION (1935). Gustaf Gründgens gibt die Rolle des Phonetik-Professors Higgins, der sich des ungebildeten Blumenmädchens Eliza Doolittle annimmt. Erika Glässner spielt die Hausdienerin Betsy. Bevorzugt wird sie in Rollen ähnlichen Typs besetzt, als Ehefrau, Zofe, Dienerin. In HEINZ IM MOND (1934) mit Heinz Rühmann gibt sie Helene Fasan, die Ehefrau eines Börsenmaklers. In dem Veit Harlan-Film DER MÜDE THEODOR (1936) ist sie die Ehefrau des Theodor Hagemann, der die Kette seiner Frau verpfändet und heimlich als Oberkellner arbeitet.

Nach dem Ende des II. Weltkrieges arbeitet Erika Glässner in zwei Film der neugegründeten ostdeutschen Produktionsfirma DEFA mit. Sie ist in CORINNA SCHMIDT (1951) und KARRIERE IN PARIS (1952) zu sehen. Hier gibt sie distinguierte Damen aus gehobenen Kreisen. Danach zieht sich die Schauspielerin aus dem Filmgeschäft zurück, verläßt 1956 Berlin in Richtung Gießen. Am 21. Juli 1959 scheidet die Schauspielerin durch Selbstmord aus dem Leben.

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