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James Wong Howe

James Wong Howe
Kamera

* 28. August 1899
Guangdong
China
† 12. Juli 1976
Los Angeles (Kalifornien)
USA

JAMES WONG HOWE • Biographie Seite 1/1

Zwischen 1922 bis 1975 hat James Wong Howe an etwa 120 Filmen mitgearbeitet. Er fotografiert Filme bei Paramount, Fox und Warner Bros. Besonders gelobt werden seine orginelle Lichtsetzung und seine photografische Qualität. Durch seinen realistischen Stil setzt er Standards in der Traumfabrik, durch seine Trickaufnahmen und die Experimentierfreude bleibt er mehr als 50 Jahre im Filmgeschäft.

James Wong Howe wird am 28. August 1899 als Tung Jim Wong in Guangdong, China geboren. Als er 5 Jahre ist, emigriert seine Familie nach Amerika. Sie gehen nach Pasco, Kalifornien, wo sein Vater eine Gemischtwarenhandlung eröffnet. In der Schule erhält er den Namen James Wong Howe. Als er 16 Jahre ist, beginnt er eine kurze Karriere als Boxer, jobt zeitweise auf einer Farm, später als Hotel-Page. Als 17jähriger begibt er sich nach Los Angeles.

Zunächst arbeitet er als Junge für alles im Fotostudio von Jesse Lasky. Dann steigt er nach und nach die Karriereleiter hinauf. Er ist am Set von Cecil B. DeMille dabei, arbeitet sich zum Kamera-Assistenten von Alvon Wyckoff hoch. Er wird Standfotograf und darf schon mal selbst die Kamera bei Nachaufnahmen bedienen. Als Fotograf macht er sich bald einen Namen. Seine gelungenen Fotos vom weiblichen Star Mary Miles Minter bringen ihm die Position eines Kameramanns ein; er setzt sie in ihren nächsten Filmen in Szene. Damit hat James Wong Howe seinen Durchbruch als Kameramann geschafft.

Bekannt wird er durch seine orginelle Lichtsetzung und seine photografische Qualität. Besonders erwähnenswert sind Filme wie THE TRAIL OF THE LONESOME PINE (1923) und THE ALASKAN (1924), die er für Paramount dreht. In einem der ersten Peter Pan-Filme schafft er eine märchenhafte Atmosphäre. Er arbeitet mehrmals mit Regisseuren wie Charles Maigne, Herbert Brenon und Victor Fleming zusammen.

Ende der 20er Jahre besucht er sein Heimatland. Als er zurückkehrt, dreht er seinen ersten Tonfilm DAS STRAFGESETZBUCH (1930) unter der Regie von Howard Hawks. Seine nächsten Filme dreht er für die FOX. Er setzt die Schauspieler Spencer Tracy und Colleen Moore ins rechte Licht. Ausnehmend positiv fällt sein realistischer Stil auf. Besonderen Erfolg feiert der Film DER DÜNNE MANN (1934) mit William Powell und Myrna Loy in den Hauptrollen. Zwischenzeitlich arbeitet James Wong Howe in England. In Paris heiratet er 1937 die Autorin Sanroa Babb.

Nach seiner Rückkehr dreht er für David O. Selznick den Doppelgängerfilm DER GEFANGENE VON ZENDA (1937) mit Ronald Colman in der Doppelrolle. Seine vorzüglichen Trickaufnahmen setzen Standarts in der Doppelgänger- Fotografie. Auch sein realistischer Stil bei den Filmen der Warner Bros., an denen er beteiligt ist, tragen maßgeblich zum Erfolg solcher Filme wie OKLAHOMA KID (1939) mit James Cagney und Humphrey Bogart bei. Er arbeitet auch für deutsche Exilanten in Hollywood, für die Arnold Pressburger-Company entsteht AUCH HENKER MÜSSEN STERBEN (1943) von Fritz Lang. Besonders gelobt wird die Experimentierfreude des Kameramanns. Für den Boxerfilm JAGD NACH MILLIONEN (1947) von Robert Rossen mit John Garfield als Boxer Charlie Davis umkreist der die kämpfenden Boxer im Ring. Dafür hat er sich Rollschuhe angezogen. An mehreren Boxerfilmen ist er beteiligt.

Anfang der 50er Jahre setzt sich der erfolgreiche Kameramann auch auf den Regiestuhl. Er inszeniert insgesamt drei Filme als Regisseur, darunter ARTISTEN DES SPORTS (1954) mit Sidney Poitier. Aber erfolgreicher sind seine Kameraarbeiten für andere Regisseure. Für Daniel Mann inszeniert er KEHR ZURÜCK, KLEINE SHEBA (1952) mit Burt Lancaster in der Hauptrolle, arbeitet mit John Sturges bei DER ALTE MANN UND DAS MEER (1958) zusammen.

Während seiner langen Filmkarriere ist James Wong Howe neunmal für den Oscar nominiert. Zweimal kann er ihn erhalten: Für die Schwarz-Weiß-Fotografie in dem Liebesfilm DIE TÄTOWIERTE ROSE (1955) unter der Regie von Daniel Mann, in dem er Anna Magnani unter wieder Burt Lancaster ins rechte Licht setzt. In DER WILDESTE UNTER TAUSEND (1963) unter der Regie von Martin Ritt ist der Hauptdarsteller Paul Newman. 1975 dreht der Kameramann seinen letzten Film: das Musical FUNNY LADY (1975) mit Barbra Streisand.

James Wong Howe stirbt am 12. Juli 1976 in Hollywood.

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