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Cary Grant

Cary Grant
Darsteller

* 18. Januar 1904
Bristol
Großbritannien
† 29. November 1986
Davenport (Iowa)
USA
andere Namen Archibald Alexander Leach

CARY GRANT • Biographie Seite 1/1

Cary Grant ist die Hollywood-Ikone und der Leinwand-Gentleman aus der Glanzzeit der Hollywood-Traumfabrik. Der Schauspieler ist elegant, witzig und draufgängerisch und hat über mehr als 30 Jahre gleichermaßen Erfolg in mehr als 70 Liebesfilmen, Komödien, Thrillern und Abenteuerstreifen. Dabei gibt er in vielen Fällen den charmanten und höflichen Mann, ganz der freundliche Junge von nebenan. In einigen Filmen kann er hintergründige Darstellungen zeigen, besonders unter der Regie von Alfred Hitchcook ist er auf der Höhe seiner Kunst.

Cary Grant wird am 18. Januar 1904 als Archibald Alexander Leach in Bristol geboren. Seine Familie lebt in einfachen Verhältnissen. Er besucht die Fairfield School in Bristol. Bereits früh entdeckt er seine Leidenschaft für die Schauspielerei und schließt sich als 13jähriger der Varieté- und Schauspielwandergruppe um Bob Pender an, die ihn auf eine England-Tournee mitnimmt. Als die Truppe 1921 in die USA reist, bleibt er dort. Unter dem Namen Archie Leach verdient er sich seinen Lebensunterhalt als Tänzer, Sänger und Jongleur in Nachtclubs, spielt in Chicago, Philadelphia, Cleveland und Boston.

Seit 1923 bekommt der junge Schauspieler erste Muscialrollen. 1927 debütiert Cary Grant am Broadway in dem Musical "Golden Dawn" im Hammerstein's Theatre. In der Folge tritt er in mehreren Muscials, Operetten und Revue-Produktionen auf. Zudem spielt er im Sommer im Süden in der USA, in St. Louis Theater.

Mit dem Einzug des Tonfilms erhält Cary Grant seine ersten Filmrollen. Er debütiert vor der Kamera 1931 mit einer Rolle in einem Kurzfilm. Ein Jahr später erhält er nach einem Filmtest einen Vertrag bei der Paramount und wird bald einer ihrer erfolgreichsten Schauspieler, dem als charmanter und zurückhaltender Komiker die Herzen der Frauen zufliegen. 1932 ist er gleich in sieben Filmen zu sehen. Die Kritik ist begeistert und liebt seine erfrischende Frechheit. Als nach fünf Jahren sein Vertrag mit der Paramount ausläuft, ist Cary Grant zum Star geworden, der sich seine Rollen aussuchen kann und seine Freiheit behält. Er läßt sich von keinem noch so lukrativen Vertrag locken und arbeitet frei für alle großen Hollywood-Studios.

Bereits in seinen ersten Filmen ist der junge Schauspieler mit vielen weiblichen Stars zu sehen. Er spielt die Rolle des Nick Townsend an der Seite von Marlene Dietrich in DIE BLONDE VENUS (1932) unter der Regie von Josef von Sternberg, gibt den Captain Cummings neben Mae West in SIE TUT IHM UNRECHT (1933) und wird mehrfach neben Katharine Hepburn gefeiert, etwa als kleiner Angestellte Johnny Case in DIE SCHWESTER DER BRAUT (1937), als weltfremder Archäologe David Huxley in dem Screwball-Klassiker LEOPARDEN KÜßT MAN NICHT (1938), oder als forscher Playboy C. K. Dexter Haven in PHILADELPHIA-STORY - DIE NACHT VOR DER HOCHZEIT (1940). In dem charmanten Kammerspiel umkreisen sich beide Darsteller zu mehrdeutigen Dialogen. Ihre Blicke sagen mehr als ihre Worte, sie drücken Sehnsucht und Zuneigung, Unsicherheit oder gar Angst vor der intimen Nähe aus. In all seinen Komödien entwickelt Cary Grant einen unnachahmlichen Stil: Er ist der elegante Verführer, der je nach Art der Frauen diese mit Witz und Charme, aber auch mit rüder Überheblichkeit und kindlicher Hilflosigkeit, mit überlegender, äußerer Gelassenheit erobert. Aber dem Komischen und der liebenswerten Harmlosigkeit ist bei Cary Grant immer auch etwas Geheimnisvolle beigemengt.

Seit Anfang der 40er Jahre überzeugt der Darsteller auch in dramatischen Rollen. 1941 erhält er für seine Rolle des treusorgenden Vater Roger in George Stevens Melodram ARKORDE DER LIEBE (1941) eine Oscar-Nominierung. Eine weitere Nominierung erhält er als Londoner Arme-Leute-Kind Ernie Mott für NONE BUT THE LONELY HEART (1944). Erst 1970 wird der Schauspieler im Alter von 66 Jahren mit einem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Mehrmals arbeitet Cary Grant mit dem Meister des Thrillers Alfred Hitchcock zusammen. In der hervorragenden psychologischen Fallstudie VERDACHT (1941) spielt er Johnny Aysgarth, von dem seine Ehefrau den Verdacht hegt, daß er ein Mörder ist und auch sie ermorden will, um an ihr Geld zu kommen. Mit Ingrid Bergman als Partnerin steht er bei BERÜCHTIGT (1946) vor der Kamera. Hier ist er der FBI-Mann Devlin, der seine Geliebte in die Arme der Nazis treibt und sie genau deswegen verachtet. Bei Grace Kelly in ÜBER DEN DÄCHERN VON NIZZA (1954) mimt der den Dieb, der vielleicht gar keiner ist. Und nicht zuletzt überzeugt Cary Grant als verfolgter Werbefachmann Roger Thornhill in dem Meisterwerk DER UNSICHTBARE DRITTE (1958).

Ende der 50er Jahre gründet Cary Grant die Firma Grantart. Im Alter von 62 Jahren zieht sich der Schauspieler aus dem Hollywoodgeschäft zurück. Seit Mitte der 60er Jahre ist er Aufsichtsratsmitglied und Werbeträger für den Kosmetikkonzerns Fabergé.

Cary Grant ist fünfmal verheiratet. Seine erste Ehe mit der Schauspielerin Virginia Cherrill hält nur zwei Jahre von 1933 bis 1935. Ein Jahr länger ist er mit der Millionenerbin Barbara Hutton verheiratet von 1942 bis 1945. Die Ehe mit der Schauspielerin Betsy Drake dauert von 1949 bis 1959. Mit seiner vierten Frau, der Schauspielerin Dyan Cannon, mit der er von 1965 bis 1968 verheiratet ist, hat er seit 1966 eine gemeinsame Tochter. Jennifer wird geboren, als ihr Vater bereits 62 Jahre alt ist. Seine letzte Ehefrau, die PR-Agentin Barbara Harris, ist rund 40 Jahre jünger. Mit ihr ist er bis zu seinem Tod verheiratet.

Der Schauspieler stirbt am 29. November 1986 im Alter von 82 Jahren in Davenport (Iowa) an den Folgen eines Schlaganfalls.

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