Christian Esch reagiert auf die Kritik des Historikers Wolfgang Benz: "Darf man eine wahre historische Moral - dass erfolgreicher Widerstand möglich ist - mit einem falschen historischen Beispiel belegen?"
Jan Distelmeyer beschreibt kurz den authentische Geschichte in der Rosenstraße. Katja Riemann sei "tatsächlich so beeindruckend und unbeugsam, ... in jedem Sinne der Star der Geschichte". Aber auch andere Fragen drängen sich auf, wenn die "klassischen Nazigespenster" auftauchen: "Kann so etwas wie Verständlichkeit im populären Kino gelingen, ohne dabei die Kraft von Klischees zu bestätigen?"
Dem Film sei ein "Besetzungsfeuerwerk" gelungen, meint Manfred Hermes. Drei Generationen deutscher SchauspielerInnen aus Ost und West ergeben aufregende Konstellationen. Sonst gelingt dem Film optisch nicht viel neues: die "blaustichige Emulsion" verweist "in die Vergangenheit, deren Ältlichkeit ein nöliges Cello unterstreicht".
Als "authentisch und hautnah" bezeichnet Christina Tilmann die Szenen im Berlin der Nationalsozialisten, der "größte Schwachpunkt des Films" sei die Rahmenhandlung im modernen New York. Die Schauspieler - Katja Riemann, Jürgen Vogel, Doris Schade - agieren so gut wie nie.
Ralf Schenk findet den Film schwerfällig, mit Motiven, Themen und Schauplätzen überfrachtet. Gründe sieht er in der zu komplizierten Geschichte, in der der Zuschauer schnell den Faden verliert. Als "ästhetischen Irrtum" bezeichnet er die Produktion von Schauwerten, die wie eine "Rückkehr zum Ufa-Kino" daherkommt. Besonders beeindruckend dagegen sind die Nebenrollen-Besetzungen.