| Regie | Tom Schreiber |
NARREN ist eine "einzige Frontalattacke auf rheinischen Frohsinn: Massenbesäufnis, erzwungene Verkumpelungen, Diktatur des Ausnahmezustandes, Terrorismus der Heiterkeit inklusive." Dietmar Kammerer sieht auch keinen Ausweg: "die Alternativen lauten Aufgehen in der Massenhysterie oder Einschluss in die Psychose". Ein schmaler Grat zwischen Wahn und Wirklichkeit - so ist der Karneval und das Leben.
NARREN ist der "wohl drastischste Köln- und Karnevalshasserfilm", meint Oliver Rahayel. Der Film spielt eher mit "Tod, Teufel und Krankheit" als mit "schunkelnden Frohsinn". Er verdient hohen Respekt, weil er "ohne falsche Rücksichtnahmen den Finger auf gesellschaftliche Phänomene" der Karnevalszeit legt, die da wären: flächendeckende Gewaltbereitschaft, Drang zum Partnertausch, quasifaschistischer Vereinnahmungswahn und eine "Stadt kurz vor dem Pesttod".