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DIE PASSION CHRISTI

DIE PASSION CHRISTI

Regie Mel Gibson

Kritiken • DIE PASSION CHRISTI

19. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • SPIEGEL Online

Der SPIEGEL berichtet, daß vornehmlich Jugendliche den Film beim gestrigen Deutschland-Start als normalen Horrorstreifen konsumierten.

18. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Frankfurter Rundschau

Jürgen Ziemer hat einen Splatterfilm gesehen; "kein Horrorfilm-Regisseur käme mit solchen Exzessen durch die FSK" - dagegen ist DIE PASSION CHRISTI für 16 Jahre freigegeben.

18. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal reflektiert über den Bibel-Film. "Ob nun Bibel-, Jesus-, Historien- oder aber Sandalen- und Monumentalfilm - mit einem Darstellungsverbot, wie es der sächsische Landesbischof Kreß kürzlich für die Gestalt Jesu empfahl, kann man den Bildern in Bewegung gewiss nicht kommen. Altes und Neues Testament erweisen sich bis heute als profitable Quellen für ein Kino, das die Legendenliteratur vergangener Jahrhunderte fortsetzt, indem es auf populär bildhafte Weise Läuterungsgeschichten erzählt."

18. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Der Tagesspiegel

Wolfgang Huber - Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche Deutschlands und Bischof von Berlin und Brandenburg - rät: Lest die Bibel! Er bezeichnet den Film als gewaltig und gewalttätig.

17. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Die Tageszeitung

Christina Nord stellt den Film in Beziehung zu Kriegsfilmen und stellt fest: Die Filme "glauben, dem Wesen von Krieg und Bürgerkrieg nahe zu kommen, indem sie versehrte Körper aus der Nähe zeigen. Je häufiger ein von Kugeln, Bajonetten oder Lanzen perforierter Leib zu sehen ist, umso wahrhaftiger scheint die Darstellung - als bezeugte das Blut, dass es so und nicht anders war. ... In diesem Sinne beschreibt DIE PASSION CHRISTI zwei Bewegungen: In einem ersten Schritt führt der Film die Gewaltdarstellungen des gegenwärtigen Überwältigungskinos zu ihrem religiösen Ursprung zurück. In einem zweiten Schritt dann entfesselt er sie mit einer bisher nicht gesehenen Wucht. ... Wer sich von Gibsons Film irgendeine Art der Erkenntnis, eine Offenbarung gar, verspricht, ist so naiv wie einer, der eine Schädeldecke aufschneidet, weil er Gedanken lesen will."

17. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Frankfurter Rundschau

Daniel Kothenschulte fragt sich, warum Menschen, "die sich nicht einmal in die Nähe einer gewöhnlichen Videothek wagen", aufeinmal diesen Gewaltrausch ertragen. "Wieder gibt das Filmhandwerk selbst die Antwort. Gibson macht die Gewaltszenen konsumierbar, indem er sie subtil musikalisch vertonen lässt, mit wabernden Surroundgeräuschen unterlegt und mundgerecht portioniert. ... Dies ist kein Film, der durch eine karge, harte Ästhetik berühren möchte. Es ist ein geschmäcklerisch konfektioniertes Schaustück, das sich wie der am wenigsten interessante Teil der reichen Geschichte von Bibelfilmen einzig der Illustration verschrieben hat. Das einzige, was diese Filmerfahrung wirklich neuartig machen könnte, ist die Abwesenheit jeden Mehrwerts außerhalb des Illustrativen."

17. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal führt ein Gespräch mit dem Jesuitenpater William Fulco, der Mel Gibsons DIE PASSION CHRISTI übersetzt und vierzig Mal gesehen hat.

17. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • SPIEGEL Online

Nach SPIEGEL-Berichten spaltet der Film deutsche Kirchenvertreter; dabei reicht das Urteil von "unerträglich", antisemitisch oder voll "poetischer Kraft".

16. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Der Tagesspiegel

Für Jan Schulz-Ojala outet sich der Regisseur "unter dem Vorwand, die letzten Stunden Jesu Christi zu erzählen, als Sadist und Antisemit. ... DIE PASSION CHRISTI ist in der geradezu fanatischen Konzentration auf die körperliche Gewalt, die Jesus angetan wird, ein wahrer Schlachtfetzen der Kinogeschichte - und Schuld an dieser Gewalt haben hier, viel deutlicher als in allen vier Evangelien, auf die Gibson sich ausdrücklich beruft, allein die Juden. ... Die fast völlige Tilgung der Vorgeschichte und einer individualisierenden Struktur zugunsten des einzigen Schlüsselreizes Gewalt ist tatsächlich, wie erste Kritiker des Films schrieben, strukturell pornografisch. Mehr noch: Weil sich hier der Sadismus zum Zweck der Herstellung eines Films fast ausschließlich an einem zu Tode zu bringenden Körper austobt, erinnert DIE PASSION CHRISTI an das schauerlegendenumwobene Sonder-Genre der snuff movies."

16. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • SPIEGEL Online

Der SPIEGEL verkündet, daß der Jesus-Darsteller vom Papst gesegnet worden ist, sich aber vor dem Deutschland-Start die kritischen Stimmen mehren.

15. März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Berliner Zeitung

Stephan Speicher meint, daß es schon ungefähr so zugegangen sein muß, wie es Gibson gefilmt hat. "Und doch, so wirklichkeitsgetreu die Darstellung einer Hinrichtung im Römischen Reich sein mag, die Evangelien erzählen es anders, sie erzählen es auf eine andere Weise. Sie berichten ruhiger davon, ohne die grauenvollen Einzelheiten, weit weniger bildhaft. ... Von dieser Demut hat "Die Passion Christi" nichts. Der Film ist prunkend reich. Er ist ordinär und darin niedrig, demütig ist er nicht. Die Musik, primitiv in den ständigen dunklen Schlägen und den hallenden Chorgesängen über einem Orgelpunkt, war teuer und macht entsprechenden Effekt. Aufwändig sind Ausstattung und Kostüme, auf die Nahaufnahmen hinweisen; aufwendig ist gerade der Naturalismus in der Darstellung der Leiden Jesu."

März 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • film-dienst 06/2004

Peter Hasenberg sagt es gleich zu Beginn: "Mel Gibsons DIE PASSION CHRISTI ist der vielleicht radikalste, brutalste und wahrscheinlich auch kurioseste Jesusfilm aller Zeiten."

27. Februar 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Frankfurter Rundschau

Für Sebastian Moll ist das "hervorstechendste Merkmal des Films" die "unerträglich deutliche Darstellung der Leiden Christi".

27. Februar 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Der Tagesspiegel

Hellmuth Karasek hat verschiedene Vor-Erwartungen an den Film, die sich bestätigen. "Diese PASSION CHRISTI ist von einer unerhörten (das gilt für seine dumpfe Akustik der Gewalt, das Stöhnen, das Knallen der Peitschen, die hörbare Last des Kreuzes) und bisher ungesehenen Brutalität. Durch die Nähe der Einstellung, die Kunst der Maskenbildner, die ins Große verzerrte oder ins Überdimensionale gesteigerte Darstellung von Torturen, die erduldete und schier endlose, in den Tod am Kreuz mündende Qual liegt der Schwerpunkt des Films auf dem Leid der buchstäblich bis auf die Knochen geschundenen menschlichen Kreatur."

27. Februar 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Der Tagesspiegel

Matthias B. Krause faßt es zusammen: "Knapp 20 Millionen Dollar hat Gibsons Film am ersten Tag eingespielt - ein Drittel der Produktionskosten. Damit liegt er knapp hinter dem derzeitigen Rekordhalter SPIDERMAN. Spätestens am Wochenende beginnt für Gibson also das große Geldverdienen."

26. Februar 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • SPIEGEL Online

Für Marc Pitzke verstehen die amerikanischen Zuschauer den Film als Action-Film: "gut gewürzt mit Horror, Spuk und dem obligatorischen Hollywood-Kitsch. Und Regisseur Gibson setzt alle cineastischen Mittel ein, um diesen Eindruck zu bestärken: Trockennebel, Donnerhall und, wenn es mal besonders eklig wird, Zeitlupe. ... Und das ist der Beginn einer atemlosen Orgie aus Gewalt, Blut, rohem Menschenfleisch und immer neuer Formen der Folter, für den Protagonisten wie für die Zuschauer. Ein mittelalterliches Passionsspiel, digital aufbereitet." Außerdem beschreibt der Kritiker seine Erlebnisse bei der Premiere in L.A.

26. Februar 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Die Zeit

Für Thomas Kleine-Brockhoff "geht es im Kern um zwei Fragen: Wer brachte Jesus um? und: Wer kontrolliert Hollywood? Die Antworten sind auf bizarre Weise miteinander verknüpft. Mel Gibson tut etwas höchst Konventionelles: Er verfilmt einen populären Stoff und bedient sich dabei einiger Kniffe. Zu sehen sind die wichtigsten Stunden der Christenheit, die Phase zwischen Verrat und Kreuzigung Jesu. Den Höhepunkt bildet, in quälend brutalem Detail, das Protokoll der Folterung. Ein christlicher Gewaltfilm, der seine Weihe aus dem Anspruch ableitet, authentisch zu sein und deshalb auf Aramäisch, Lateinisch und Hebräisch (mit englischen Untertiteln) gezeigt wird."

26. Februar 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • Die Zeit

Walter Schmithals meint, "Mel Gibson muss den Antisemitismus-Vorwurf nicht fürchten. Problematisch ist aber die unhistorische Bibellektüre der Fundamentalisten."

20. Februar 2004 | DIE PASSION CHRISTI • Kritik • SPIEGEL Online

"Die Hysterie um Mel Gibsons umstrittenen Film "The Passion of the Christ" schlägt kurz vor dem US-Start hohe Wellen. Ein amerikanischer Radiosender zitiert aus einem Interview mit Gibsons Vater, in dem der erzkonservative Katholik zum wiederholten Mal den Holocaust leugnet."

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