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DER NEBEL

DER NEBEL

Regie Frank Darabont
Kinostart 17.01.2008

Kritiken • DER NEBEL

19. Januar 2008 | DER NEBEL • Kritik • Berliner Zeitung

Peter Uehling bescheinigt dem Film, eine veritable Neuinterpretation vor dem Hintergrund der aktuellen Verfasstheit der USA zu sein. "Wäre Darabont nur ein originellerer Regisseur! Seine Bebilderung funktioniert einwandfrei, seine Personenführung ist schlüssig und übersichtlich, sein Interesse an Schauwerten ist frei von Sadismus, zumal die von Greg Nicotero entworfenen Rieseninsekten von eher drolligem als furchteinflößendem Zuschnitt sind. Aber all das erledigt Darabont ohne spürbaren Stilwillen - auch darin hat er im Autor King einen Verbündeten. So distanziert er sich zwar vom funktionslosen Lackglanz, mit dem heute jedes Filmdebüt renommiert. Aber die fade Optik wirkt im Verbund mit dem eher moderaten Spannungsaufbau als Schwäche in einer ansonsten beeindruckenden Filmerzählung."

18. Januar 2008 | DER NEBEL • Kritik • critic.de

Der Film wird für Rochus Wolff erst mit dem fulminanten, radikalen, fürchterlichen Schluss zu einem wirklich bemerkenswerten Film. "Letztlich gelingt die Sozialstudie, die der Film zu sein vorgibt, nur bedingt. Dafür gibt es großartige Szenen, in denen sich einige der Überlebenden einen Weg durch den Nebel bahnen, und die Kamera sich langsam zurück und wieder nach vorne bewegt, so dass die Menschen verschwinden und unvermittelt wieder auftauchen – da weiß man nie, was einen anspringt: Ein Mensch? Ein Monster? Für den Zuschauer und auch für die Figuren hält der Film bis zuletzt noch Ungewissheit bereit. Das Ende – mit dem Darabont deutlich von Kings Vorlage abweicht – dürfte eines der überraschendsten und verstörendsten sein, die man seit langem im Mainstreamkino zu sehen bekam."

17. Januar 2008 | DER NEBEL • Kritik • Frankfurter Rundschau

Anfangs hielt Daniel Kothenschulte den Film für formelhaft. "Die letzten zehn Minuten sind die schwärzesten, die man sich für einen solchen Film ausdenken könnte, und spätestens jetzt hat er alles Formelhafte hinter sich gelassen. Die Schlussszene entlässt den Zuschauer mit einer für einen amerikanischen Genrefilm seltenen Beklemmung. Man mag kaum glauben, dass Darabont damit durch die obligatorischen Testvorführungen gekommen ist. ... "er sich für jene altmodische Schule des Science-Fiction-Horror mit religiösen Subtexten erwärmen kann - auch der aktuelle Erfolgsfilm I AM LEGEND gehört ja in diese Tradition -, der wird diesem "Nebel" etwas abgewinnen. Und sei es als Ableger eines unvergesslichen Meisterwerks."

17. Januar 2008 | DER NEBEL • Kritik • f.lm.de

Wie der Katastrophenfilm interessiert sich auch Darabont vor allem für die Reaktionen der Menschen auf die Katastrophe, schreibt Oliver Nöding. "Formal arbeitet Darabont mit allen filmischen Stilmitteln, die ein Versinken unmöglich machen, die Gemachtheit seines Films zu jeder Sekunde verdeutlichen: Fokusverlagerungen und Schwenks vom Bildvorder- auf den Bildhintergrund duplizieren das quasifilmische Erlebnis der Protagonisten, sogar ein Zoom – mittlerweile beinahe verpöntes Mittel der Fokussierung – kommt zum Einsatz. Die reale Angst vor dem Unbekannten, Unerklärlichen, so scheint er uns sagen zu wollen, gehorcht denselben Mechanismen wie der Spannungsaufbau eines Films."

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