Günter Agde fand es gut, keine Karten für den Film bekommen zu haben. "Der Film hat in seinen Figuren mit anderen Filmen gemein, daß er nicht leicht oder schnell urteilt und also verurteilt, Er markiert Kritisches und Sympathisches, ohne Balance und Ausgleich zu suchen (wie schon bei SEITENSPRUNG angemerkt). Aber er sammelt im Fortgang der Geschichte immer mehr Punkte gegen Erp (und findet sie auch), so daß man am Ende diesen Erp; mit dessen Ausbruchsversuch man anfangs sympathisieren mochte, nur noch schäbig und klein finden kann (so sehr und so tapfer sein exzellenter Darsteller Dieter Mann auch dagegen ankämpfen mag)."
Für Klaus Wischnewski ist GLÜCK IM HINTERHAUS einer der besten Adaptionen eines Prosastoffes. "Unprätentiös, behutsam gegenüber der Vorlage, sicher in der Nutzung der szenischen Vorgaben des Romans und der filmischen Möglichkeiten, innere Vorgänge, Reflexionen, die spezifische Ironie des Autorentextes sichtbar, darstellbar zu machen. ... Und: Für die schauspielerische Umsetzung dieses kräftigen Materials gewann Zschoche eine wohl ideale Besetzung Jutta Wachowiak und Dieter Mann. Beide bringen die Lebens- und Berufserfahrung in ihre Rollen ein, die nötig sind, um sie zu "durchleben" und identifizierend zu gestalten, was nichts anderes heißt, als ihr Besonderes und Allgemeines erkennbar, "wiedererkennbar" zu machen."
"Ein moralisierendes Kammerspiel, das das selbstgerechte, wehleidige und chauvinistische Verhalten des Mannes in der DDR und seinen politischen Opportunismus anklagt. Durch die uneinheitliche, lasche Inszenierung verliert der Film jedoch viel von seiner hintergründigen Brisanz."