Inhalt • EINE SONDERBARE LIEBE
Sibylle und Harald, beide Ende 30, verbringen nach einer Betriebsfeier die Nacht zusammen. Als sie sich später wiederbegegnen, beschließen sie, eine Vernunfts-Partnerschaft einzugehen. Sie gibt ihre Arbeit in der Betriebskantine auf und stürzt sich in die Aufgabe, bringt Schwung ins Familienleben, beginnt Haralds Haus, Garten und Leben umzukrempeln. Harald, um Ruhe und Gewohnheiten gebracht, ergreift eines Tages die Flucht. Ohne Liebe geht es wahrscheinlich doch nicht, denken sie, aber es dauert nicht lange uns sie einander fehlen sich ...
Kritik • EINE SONDERBARE LIEBE • 1984 • Filmspiegel 20/1984
Günter Agde hat einen Männerfilm gesehen. "Also kümmert er sich emsig um viele genaue Nuancen im Bild der Frau ... Der Mann hat hier - vergleichsweise - geringere, auch schmalere Möglichkeiten, sein charakterliches Profil sichtbar zu machen und aufblühen zu lassen. Hier nutzt Warneke Jörg Gudzuhns Ausstrahlung nach Kräften, und Gudzuhn selbst nutzt, was die Rolle bietet. Und dabei kommt ins Blickfeld: Der Film ist im Genre unentschieden. Die große Komödie, die er im Ansatz und im Spiel der Hauptdarsteller weitgehend anbietet, versagt sich offenbar noch angesichts der gesellschaftlichen Brisanz der Problematik. Zum Seelendrama existentiellen Ausmaßes fehlt es der Geschichte an Breite und Tiefe."