Für Daniel Kothenschulte erlebt der lateinamerikanische Film derzeit ein Wiederauferstehung und CITY OF GOD ist sein derzeit bestes Beispiel dafür. Der Regisseur würde sein Talent selbstbewußt zur Schau stellen, seine visuellen Vorbildern nicht nur kopieren, sondern eine eigene, mächtige Bildsprache finden.
Ute Hermans führt ein Interview mit dem Regisseur Fernando Meirelles.
Dem "Endzeit-Epos" geht es laut Jan Schulz-Ojala nicht um das einzelne Individuum, sondern um den Organismus Slum, der seine Ungeheuer hervorbringt und einem eigenen Rhythmus folgt. Hervorgehoben wird die narrative Vielfalt, in der der Film die lose verknüpften Leben trennt und wieder zusammenführt, und die Farbdramaturgie. Zwar kokettiere der Regisseur mit den technischen Möglichkeiten, aber alles laufe nur darauf hinaus, "immer tiefer in ein Chaos einzudringen, das sich am besten selbst erzählt." Außerdem führte Ralph Eue mit dem Regisseur Fernando Meirelles ein Interview.