| Regie | Kurt Maetzig |
Der 63jährige Professor Hülsenbeck verweigert seine Mitarbeit an einem humangenetischen Forschungsprojekt der sozialistischen Staaten. Er hatte geschworen, sich nie wieder an Forschungen zu beteiligen, die zum Schaden der Menschheit mißbraucht werden können. Aus Gewissengründen hatte er 1935 Nazi-Deutschland verlassen, nach 20jähriger Arbeit in den USA wurde ihm bewußt, daß seine Forschung auch hier inhumanen Zwecken dient. Nach einem kurzen Aufenthalt in Stuttgart kam er in die DDR, in dem Glauben, hier mit ruhigem Gewissen arbeiten zu können. In konfliktreichen Auseinandersetzungen, vor allem mit dem DDR-Staatssekretär Brock und dem sowjetischen Minister Slatkow, erkennt Hülsenbeck das grundsätzlich andere Verhältnis der sozialistischen Gesellschaft zur Wissenschaft. Der Besuch bei einem westdeutschen Kollegen und Freund gibt den letzten Anstoß, seine Entscheidung zu korrigieren.