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BLOW UP

BLOW UP

Regie Michelangelo Antonioni
Kinostart 12.07.2007

Kritiken • BLOW UP

12. Juli 2007 | BLOW UP • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl bezeichnet BLOW UP als eine kühle Parabel über das Sehen und über den Überdruss am schnellen Leben in der Metropole. "BLOW UP gilt aus naheliegenden Gründen als Klassiker des modernen Kinos: Die Reflexion auf das Sehen selbst und auf dessen technische Grundlagen in der Fotografie und das alles veranschaulicht an einem Vertreter der euphorischen Mediengesellschaft ... Antonionis Konzept ist aber radikaler: Er stellt die Wirklichkeit selbst in Frage, die jedem Bild zu Grunde liegt. In seiner Welt ist jeder Betrachter unwiderruflich allein; es gibt keine Möglichkeit, den Spiegel zu durchschlagen und einfach in die Realität zurückzukehren."

12. Juli 2007 | BLOW UP • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala glaubte immer, den Film auswendig zu kennen, hat sich aber geirrt. "Denn jetzt kehrt er ins Kino zurück, an seinen einzig legitimen Ort und aufgeblasen zu seiner wahren Größe. Auch wer dort sonst gerne die entspannte Zentralperspektive wählt – so Reihe 12, Sitz 12 –, sollte für dieses ungeheure Fest der Wahrnehmung, das man interpretatorisch so oder so oder auch so feiern kann, ausnahmsweise ganz vorn Platz nehmen. Und hineingehen in das Atmen der Bäume, in den Lärm zwischen den Menschen und ihre von Antonioni so unvergleichlich erfasste Stille, bevor sie zu sprechen beginnen, noch näher und immer noch näher, in jene Unschärfe, in der das eigentliche Begreifen beginnt."

12. Juli 2007 | BLOW UP • Kritik • Neues Deutschland

dieser Regisseur verunsichert wie kein Zweiter den Zuschauer in seiner Rolle als Zuschauer – und in dieser elementaren Verunsicherung beweist sich Antonioni für Gunnar Decker als ein Philosoph des Kinos. "Hier überlagern sich Perspektiven, wird im Film selbst gefilmt und sofort die Existenz dieses Gefilmten wieder angezweifelt. Wir blicken – mit dem Kameramann Carlo di Palma – in den Bauch des modernen Leviathan. Die Doppelheit von kommerzieller Bildverwertungsindustrie, die uns zu beherrschen versucht, und dem quälend Ungewissen am Bild, das sich unverfügbar hält, beides liegt in BLOW UP im Kampf miteinander – Ausgang offen."

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