Inhalt • LA NOTTE
Giovanni ist ein erfolgreicher Schriftsteller, seit zehn Jahren mit der attraktiven Lidia verheiratet. Aber sie lieben sich nicht mehr, ihre Gespräche bleiben an der Oberfläche. Der Empfang anläßlich der Veröffentlichung eines neuen Romans langweilt Lidia. Sie spaziert durch die Vororte Mailands. Später gehen beide auf eine Party, verlieren sich aus den Augen. Die Jazzband spielt und als Giovanni und Lidia sich wieder begegnen, hat sie eine Entscheidung getroffen...
Kritik • LA NOTTE • 31. März 2005 • Die Zeit
In der Reihe "50 Filmklassiker" erinnert Jens Jessen an Michelangelo Antonionis Film LA NOTTE, einem Film, der mit so viel Recht auf Farbe verzichtet. "Das Leben hat für Antonionis Figuren keine Farben mehr, es ist auf eine schrecklich elegante, disziplinierte Weise ausgenüchtert wie die kahlen Wände, die harten Designermöbel. Nur das Dekolleté der Moreau wird noch von einem altmodischen Ornament, einem zarten Blumenspitzengewebe bedeckt. Sie trägt gewissermaßen das Kleid der Hoffnung, die sie hinter sich gelassen hat. Es ist diese Antiquiertheit des seelischen Kitsch- und Trostbedürfnisses, die Antonionis Menschen in die technische Moderne mitnehmen und an der sie verzweifeln."