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BONNIE UND CLYDE

BONNIE UND CLYDE

Regie Arthur Penn
Kinostart 30.06.2005

Kritiken • BONNIE UND CLYDE

30. Juni 2005 | BONNIE UND CLYDE • Kritik • Berliner Zeitung

Bert Rebhandl beschreibt die Vorgeschichte des Films. "In London wurde der Start eine Sensation, und auf dem Umweg über Europa, den schon das Drehbuch genommen hatte, kam BONNIE UND CLYDE im Triumph nach Amerika zurück. Die Unverfrorenheit der Protagonisten gipfelt in dem berühmten Satz: "Ich bin Clyde Barrow, und das ist Miss Bonnie Parker. Wir rauben Banken aus." In einer Zeit, in der das Kapital zunehmend an Einfluss auf die Filmstudios gewann, romantisierten Penn und Beatty, Benton und Newman nicht nur die Outlaws von einst, sondern auch ein wenig sich selbst im Verhältnis zum alten Hollywood, dem sie nun ein "New Hollywood" entgegensetzen konnten, das ohne den sagenhaften Erfolg von BONNIE UND CLYDE nicht denkbar ist."

30. Juni 2005 | BONNIE UND CLYDE • Kritik • Die Tageszeitung

Die Wiederaufführung des Films hat Dietrich Diedrichsen an eine vergessene Dramaturgie der Blicke erinnert. "Blicke, vor allem Blicke. Die werfen sich Bonnie und Clyde hin und wieder mit einer plötzlichen Wachheit zu, die auf diesen anderen ontologischen Status zu verweisen scheint. Eine blitzschnelle Verständigung ohne Worte, als sprächen sie die berühmte Sprache der Engel, über die man im 18. Jahrhundert debattierte: reine Kommunikation ohne Medium. Wir Zuschauer sind an dieser Intensität beteiligt."

30. Juni 2005 | BONNIE UND CLYDE • Kritik • Der Tagesspiegel

Einer der besten Gangsterfilme ist BONNIE UND CLYDE für Peter W. Jansen. Arthur Penn "hat in BONNIE UND CLYDE als einer der ersten Regisseure mit Slowmotion und mit künstlich beschleunigten Bildern gearbeitet, um den Effekt erzählerisch zu nutzen. So gibt es Szenen, die in zwei Minuten dreißig oder fünfzig Einstellungen zusammenfügen, extrem kurze Cuts, gewonnen aus einer ebenso extrem großen Fülle an gefilmtem Material, das der Produzent Beatty zu zahlen bereit war und den Cutter an den Rand der Verzweiflung brachte. ... Doch alles wird überwältigt vom Ende, dem in unzähligen Einstellungen von äußerster, fast unerträglicher Kürze und Fülle exekutierten Polizeimassaker an der Landstraße. Auch heute noch, abertausend Filme später, stockt einem der Atem."

30. Juni 2005 | BONNIE UND CLYDE • Kritik • Neues Deutschland

Für Gunnar Decker war BONNIE UND CLYDE schon immer ein Sprengstoff. "Das Leben als Roadmovie, Aufstand des Wilden Westens gegen die Straßenverkehrsordnung. Dieser Film, der viele Nachahmer gefunden hat, die das bloße Action-Sujet ausreizen und darum unerheblich sind, ist so wichtig, weil er uns eines pistolenschussartig klarmacht: wir leben zugleich in verschiedenen Zeiten, die in einem Verhältnis zu einander stehen, das man nicht anders als in das Sinnbild eines Schusswechsels bringen kann."

29. Juni 2005 | BONNIE UND CLYDE • Kritik • fluter.de

Thomas Winkler sagt es unumwunden: Der Film ist ein Klassiker. "Seinen Platz in der Historie des Kinos aber hat sich BONNIE UND CLYDE längst als ein Meilenstein des New Hollywood der 1960er-Jahre gesichert. Die unabhängigen Produktionen dieser Zeit torpedierten das Studio-System der Filmmetropole und veränderten es grundlegend - und das nicht nur wirtschaftlich und technisch, sondern auch inhaltlich. Bonnie und Clyde sind keine unheilvollen Bösewichter, wie sie das Kino bis dahin kannte, sondern normale Menschen mit Gefühlen und Bedürfnissen, die eher zufällig und aufgrund der Umstände auf der falschen Seite des Gesetzes landen. Ein solcher Film, der Kriminalität nicht nur moralisch ambivalent und so plastisch wie niemals zuvor, sondern auch ihre sozialen Ursachen darstellte, wäre zuvor kaum möglich gewesen."

| BONNIE UND CLYDE • Kritik • film-dienst

"Die abenteuerliche und tragisch endende Geschichte eines Gangsterpaares im amerikanischen Südwesten der 20er Jahre, von Arthur Penn mit formalem Geschick und doppelbödigem Sarkasmus inszeniert ... Ausgehend von tatsächlichen Ereignissen, entwickelt Penn seine Außenseiter-Ballade zum Spiegelbild amerikanischen Bewußtseins in den 60er Jahren; der Mythos des "guten Gangsters" wird beschworen und zugleich einer kritischen Revision unterzogen."

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