| Regie | Orson Welles |
| Kinostart | 27.09.2007 |
Der Filmemacher "entwirft ein geniales Charakter- und Gesellschaftsporträt, in dem der Mythos des Amerikanischen Traums zugleich beschworen und kritisch befragt wird. Die verschachtelte Rückblenden-Technik - nach seinem Tod forscht ein Reporter in Kanes Vergangenheit - zersplittert den Charakter in eine Vielzahl widersprüchlicher Facetten; die Figur des "Bürgers Kane" entsteht erst im Schnittpunkt ihrer öffentlichen und privaten Existenz, im Zusammenspiel aus Erinnerung, Kommentar und fiktivem Dokument. Welles nutzt virtuos die filmtechnischen Möglichkeiten seiner Zeit."
Laut F.-M. Helmke lobt sich der Regisseur in all seiner kreativen Vielfältigkeit hemmungslos aus. "In der Tat findet sich wohl kein anderer Film auf der Welt, der auf so vielen Ebenen funktioniert, so viel analytisches Material bietet, und in jeder Einstellung so bedeutungsschwanger daherkommt. Und weil es an diesem Film so viel gibt, über das man extensiv reden kann, verdankt CITIZEN KANE auch vor allem den Filmkritikern und -intellektuellen dieser Welt seinen mythischen Ruf als "bester Film aller Zeiten", ähnlich wie James Joyce's eigentlich unlesbarer weil hochgradig komplizierter Roman "Ulysses" das meistdiskutierte Buch der Welt mit ähnlich mythischem Ruf ist - es bietet einfach die meisten Ansatzpunkte."