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EUROPA

EUROPA

Regie Lars von Trier
Kinostart 21.07.2005

Kritiken • EUROPA

28. Juli 2005 | EUROPA • Kritik • Der Tagesspiegel

Frank Noack zerlegt ein paar Klischees über EUROPA. "Nach Dreyers Tod und Ingmar Bergmans Halbruhestand ist von Trier der Hauptrepräsentant einer Kunstform, die man unter Vorbehalt protestantisches Kino nennen kann. Kaum jemand außerhalb Dänemarks und Schwedens bringt so unerbittlich asketische Filme auf die Leinwand. Dass von Trier auch anders kann, oder konnte, beweist die Wiederaufführung von EUROPA (1991). Dieser Politthriller zeichnet sich durch radikalen Stilwillen und geradezu barocke Fantasie aus. Expressionismus, Videoclip-Ästhetik, Doppelbelichtungen, Farbe und SchwarzWeiß im Wechsel, nichts wird ausgelassen."

20. Juli 2005 | EUROPA • Kritik • fluter.de

EUROPA ist laut Philipp Bühler "ein Meisterwerk in jeder Hinsicht: experimentell und doch klassisch schön gefilmt, mit brutaler Nüchternheit und doch herzzerreißend melodramatisch erzählt, zusammengeklaut aus allen Ecken der Filmgeschichte und doch jederzeit originell bis futuristisch. Dazu wird es auch noch schauerlich absurd, wie es wohl sein muss bei einer Reise ins Deutschland der Stunde null. ... Die Mischung aus Spionagethriller, Film noir und Liebesfilm funktioniert prächtig. Und erstaunlich harmonisch angesichts zahlreicher Verfremdungseffekte. Von Trier arbeitet mit schwarz-weißen und farbigen Rückprojektionen, verzerrten Kameraperspektiven und überdeutlichen Symbolen."

Juli 2005 | EUROPA • Kritik • film-dienst 14/2005

Für Hans Messias beweist EUROPA, daß Lars von Trier, zumindest visuell, schon vor knapp 20 Jahren zu den interessantesten europäischen Regisseuren gehörte. "Gradlinig und an Alfred Hitchcock orientiert, erzählt der Film eine Geschichte, deren Geschwindigkeit und Entwicklung in erster Linie vom Suspense diktiert wird. Die politischen und historischen Implikationen steuern dabei nicht mehr als eine wenngleich interessante Facette zu dieser Form des Genrekinos bei. Doch so sehr sich die sehr direkt entwickelte Geschichte auch einem größeren Kinopublikum öffnet, so sehr bleibt der Film von von Triers filmischem Gestaltungswille bestimmt. Sein Kino verlangte auch damals schon Konzentration und die Bereitschaft, sich in fremde, manchmal verstörende Bilderwelten entführen zu lassen."

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