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DAS ZIMMERMäDCHEN LYNN

DAS ZIMMERMäDCHEN LYNN

Regie Ingo Haeb
Kinostart 28.05.2015
Genre Drama

Inhalt • DAS ZIMMERMäDCHEN LYNN

"Das Schöne am Putzen ist, dass es immer wieder schmutzig wird."
Lynn putzt gerne. Ihr entgeht keine noch so kleine Nische, kein Fältchen und kein Staubkorn weder in ihrem kleinen Apartment, noch an ihrem Arbeitsplatz im Hotel. Wie es sich für ein Zimmermädchen gehört, erledigt Lynn ihren Job stets still und gründlich, bewegt sich fast unsichtbar von Zimmer zu Zimmer, und hinterlässt jedem Gast nichts als makellose Reinheit. Doch Lynn hat ein Geheimnis: Jeden Mittwoch legt sie sich unter ein anderes Hotelbett, lauscht Gesprächen und Geräuschen, oder schlummert, beglückt von der bloßen Existenz eines anderen Menschen. Eines Tages liegt sie unter dem Bett eines Hotelgastes, der die Dienste des Callgirls Chiara in Anspruch nimmt. Lynn ist so fasziniert von dieser Frau, dass sie sich zum ersten Mal aus ihrem Versteck traut...

Hintergründe zu DAS ZIMMERMÄDCHEN LYNN
In Ingo Haebs Romanverfilmung DAS ZIMMERMÄDCHEN LYNN sehen wir einer jungen Frau beim Zusehen zu. Dass die Geschichte dabei trotzdem keineswegs karg und distanziert, sondern im Gegenteil zutiefst faszinierend, emotional und auch komisch ist, verdankt Das Zimmermädchen Lynn nicht zuletzt seiner Hauptdarstellerin Vicky Krieps, die für den Film als beste Schauspielerin mit dem Förderpreis Neues deutsches Kino ausgezeichnet wurde. "Vicky Krieps hat unzählig viele Farben Frau. Mal erscheint sie wie eine Göttin, dann wieder wirkt sie bemitleidenswert armselig. Und all dies in ein- und derselben Rolle. Die sie mit bedingungsloser Hingabe spielt. Nein, nicht spielt: IST", so die Begründung der Jury. Außerdem wurde der Film für den besten künstlerischen Beitrag und dem FIPRESCI PREIS der internationalen Filmkritik während des Montreal World Film Festivals ausgezeichnet.

Ingo Haeb hat sowohl Regie geführt als auch das Drehbuch geschrieben. Er inszeniert Markus Orths Roman als ein modernes Kammerspiel in dem er das Thema der Entfremdung durch ein verzerrtes Nähe-Distanz-Konzept darstellt. Die Figur Lynn kann sich ihren Mitmenschen nicht öffnen, eine Fähigkeit die aber in der heutigen Zeit von fast jedem verlangt wird. Aufgeben kommt für sie nicht in Frage. Immer wieder erkämpft sie sich Räume, in denen sie Nähe erlernen kann. Die in der Romanvorlage direkt kommunizierten Gedanken von Lynn werden im Film durch eine Ästhetik vermittelt, die ihre Empfindungen ohne Worte zu vermitteln vermag.

Copyright: Movienet

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