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PHOENIX

PHOENIX

Regie Christian Petzold
Kinostart 25.09.2014
Genre Drama

Kritiken • PHOENIX

11. August 2014 | PHOENIX • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

"Ihre spürbare politische Wut auf das nationale Versöhnungskino lässt Petzold und Farocki bisweilen deutlicher erzählen als gewohnt", meint Till Kadritzke. "Nirgends wird das so deutlich wie im Spiel von Nina Hoss. Die angedeuteten Ausbrüche des Verdrängten, die feuchten Augen, die durch die Operation leicht entstellte Stimme, all das gibt ihrem Spiel zuweilen einen naturalistischen Einschlag."

25. September 2014 | PHOENIX • Kritik • derFreitag

"Phoenix erzählt in großer Strenge, die sich nicht immer sicher ist, wie sehr sie die theatral-artifiziellen Bilder in die geschmeidige Routine eines Genrefilms überführen kann", schreibt Matthias Dell. "Immer wieder gibt es Szenen, die unendlich langsam und unklar hölzern wirken, um dann in einer ungemein präzisen Darstellung zu resultieren."

25. September 2014 | PHOENIX • Kritik • kunst + film

Ingrid Beerbaum sah einen leicht sperrigen Film Noir. "Obwohl in Farbe, bewegt sich die Skala nur zwischen Grau, Braun und Sandfarben; mit wenigen leuchtenden Tupfern wie dem Kleid aus Nellys Vergangenheit. Schlagschatten und statische Kamera verstärken den düsteren Eindruck ebenso wie das sehr zurückgenommene Spiel der Akteure."

25. September 2014 | PHOENIX • Kritik • filmgazette.de

"So entwirft dieses bestechend kluge Kammerspiel einen dichten filmischen Raum, dem es nicht nur zu zeigen gelingt, auf welche Schrecken der klassische Film noir ästhetisch zu antworten versuchte (und dies zeitgenössisch nur verklausuliert konnte), sondern auch noch, warum es in der deutschen Filmgeschichte keine oder nur sehr wenige Films noir gegeben hat."

25. September 2014 | PHOENIX • Kritik • Cereality

"Von strikten Dopplungen ist Phoenix überlagert, während die expressionistische Licht- und Schattensetzung das Unausgeglichene und Gespaltene zweier innerer Persönlichkeiten malerisch unterstreicht", schreibt Timo Kießling.

24. September 2014 | PHOENIX • Kritik • Der Tagesanzeiger

Gewagt, gewonnen, schreibt Pascal Blum. "Man kann lange kichern über die beknackte B-Movie-Logik. Oder man kann den Plot auch einfach glauben. Denn Christian Petzold (zusammen mit seinem unlängst verstorbenen Co-Autor Harun Farocki) baut den Psychothriller wie einen Pulp-Roman, damit er unter dem Handlungsboden die Gefühlslava umso heftiger spucken lassen kann. Das ist grossartig und gescheit."

24. September 2014 | PHOENIX • Kritik • Berliner Zeitung

Für Anke Westphal ist der Film ein Befreiungsschlag und eine unglaubliche Regie-Arbeit. "Eine Variation auf den Film noir und die Aufarbeitung einer Liebesgeschichte; es ist der Versuch einer physischen wie psycho-historischen Rekonstruktion und psychoanalytisches Modell zugleich, spannend, beklemmend und intelligent."

24. September 2014 | PHOENIX • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala ist enttäuscht. "Das Trümmer-Berlin des Sets will einem nur mehr sorgfältig zusammengeleimt erscheinen, und sogar eine auf den Unterarm tätowierte KZ-Nummer wirkt so proper und winzig wie ein postmodernes Deko-Tattoo. Und plötzlich sitzt Petzold, den man am wenigsten mit entsprechender Nachbarschaft in Verbindung gebracht hätte, in der trivialen Täter-Opferund Nazikitsch-Falle."

24. September 2014 | PHOENIX • Kritik • filmtabs.de

Günter H. Jekubzik sah "ein Meisterwerk aus exakt sowie analytisch beobachtenden Bildern und verhalten leidenschaftlichen Figuren. Es ist wieder ein Stück deutscher Geschichtsschreibung, aber dann vor allem im atemberaubenden Finale, das ein unfassbarer Moment des Erkennens krönt, auch ein Glanzpunkt deutscher Filmgeschichte."

05. September 2014 | PHOENIX • Kritik • Der Spiegel

Christian Buß ist begeistert. "Durch ihre gewagten Referenzen beleuchten Regisseur Petzold und sein langjähriger dramaturgischer Berater, der nun vor der Uraufführung in Kanada verstorbene Dokumentar- und Experimentalfilmer Harun Farocki, die Stunde Null auf eine im Kino so noch nicht gesehene Weise: als Moment des kunstvoll gekitteten Bruchs, der fortgesetzten Verblendung und des rauschhaften Selbstbetrugs."

05. September 2014 | PHOENIX • Kritik • Die Zeit

Die unerhörte Doppelbödigkeit der Geschichte mag der Zuschauer laut Julia Dettke abstrus finden, aber darauf kommt es letztlich nicht an. "Denn gerade indem Phoenix die Fremdinszenierung von Identität auf allen Ebenen durchspielt, gelingt ihm eine komplexe und differenzierte Reflexion über das Erbe des Holocaust und den Umgang mit seinen Opfern."

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