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TIMBUKTU

TIMBUKTU

Regie Abderrahmane Sissako
Kinostart 11.12.2014
Genre Drama

Kritiken • TIMBUKTU

16. Mai 2014 | TIMBUKTU • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Obwohl der Regisseur sein Potenzial nicht ganz ausschöpft, ist ihm ein beeindruckender Film voller Ungeschliffenheiten gelungen, findet Michael Kienzl. "Er lehnt sich gegen jene Geschichten auf, die uns immer wieder auf sehr eindimensionale Weise von der Unterdrückung durch Religion erzählen. Sissako zersplittert nicht nur seine Handlung, er lehnt sich auch immer wieder gegen die erschlagende Wirkung von Gefühlen auf. Er provoziert Emotionen zwar, bricht sie aber zugleich durch eine gestörte Kommunikation."

11. Dezember 2014 | TIMBUKTU • Kritik • kunst + film

"Die Zerschlagung aller zivilen Ordnung führt Regisseur Sissako geradezu unheimlich gelassen vor. Er vertraut ganz auf die Wirkung seiner zum Teil betörenden Bilder: keine Anklage, kein moralischer Protest, sondern eine elegische Chronik der schaurigen Ereignisse", meint Renée-Maria Richter.

11. Dezember 2014 | TIMBUKTU • Kritik • derFreitag

Nikolaus Perneczky stellt fest, dass bei dem Regisseur "das Schicksal der dörflich und nomadisch geprägten Peripherie [......] das Maß für die Verheerungen des Dschihad" ist. Und das letzte Bild des Films lässt den Kritiker atemlos zurück und ebbt auch nicht ab, wenn es im Saal wieder hell wird..

11. Dezember 2014 | TIMBUKTU • Kritik • TAZ

Lukas Foerster findet, dass Abderrahmane Sissako mit seinem Film zeigt, dass auch Islamisten ambivalent sein können. Zudem entwickelt der Regisseur "eine stille Ästhetik des Widerstands."

11. Dezember 2014 | TIMBUKTU • Kritik • artechock

"Insgesamt zeichnet Sissako ein Bild der Funda­men­ta­listen, dass weniger erschre­ckend, als schlicht lächer­lich ist", stellt Gregor Torinus fest.

10. Dezember 2014 | TIMBUKTU • Kritik • Die Zeit

TIMUBKTU ist "ein sehr ruhiger, beinahe stiller Film", schreibt Wenke Husmann. Ihr gefällt, dass der Regisseur die Zuschauer weder schockiert noch ihre Gefühle manipuliert. "Er zeigt vielmehr, wie sich die Angst vor den Dschihadisten allmählich in die Köpfe der Frauen, Männer und Kinder hineinschleicht und sie irgendwann nicht mehr loslässt."

09. Dezember 2014 | TIMBUKTU • Kritik • filmgazette.de

"Weder ist der Film bereit, den Terror zu beschönigen, noch macht er große Hoffnungen, was den Ausgang des Geschehens anbelangt", schreibt Nicolai Bühnemann. "Was das Kino in Timbuktu dem lebensfeindlichen Fundamentalismus entgegenzusetzen hat, sind Humor, Poesie, Schönheit und Lebensfreude."

09. Dezember 2014 | TIMBUKTU • Kritik • Der Spiegel

Den Film prägt "eine traumwandlerische Bildsprache", schreibt Oliver Kaever. Und "trotz des anfangs fast schon beiläufigen Tons lässt Sissako keinen Zweifel daran, dass die islamistischen Rebellen einen Angriff auf Kultur und Menschen führen."

19. November 2014 | TIMBUKTU • Kritik • Cereality

"Was Abderrahmane Sissako jedoch in eindrücklichen, geradezu eleganten Szenarien öffnet, ist der Mensch an sich, welcher selbst in solchen unwürdigen Abhängigkeits- verhältnissen aus dem Leben schöpft und entgegen aller Verbote das Risiko als Chance für die Zukunft fixiert. Dort fungiert auch Timbuktu nicht als politische Lektion, sondern als makelloser Fokus für die Hoffnung", so Stefanie Schneider.

16. Juni 2014 | TIMBUKTU • Kritik • programmkino.de

"Neben der souverän erzählten, bewegenden Geschichte überzeugt das Drama durch seine visuelle Poesie. Sei es, in den ausdrucksstarken Gesichtern seiner würdevollen, resoluten Helden. Oder in jenen Panoramabildern der Wüste", so Dieter Oßwald. "Kameramann Sofian El Fani findet, wie schon in Blau ist eine warme Farbe (Blau ist eine warme Farbe Trailer), eindrucksvolle Bilder von erlesener Schönheit."

19. Mai 2014 | TIMBUKTU • Kritik • DerStandard

Dominik Kamalzadeh lobt Abderrahmane Sissakos Film als "differenzierte, weit aufgefächerte Erzählung", dessen große Qualität ein Humanismus ist, "der starre Rollenbilder aufbricht, ohne zu beschönigen."

16. Mai 2014 | TIMBUKTU • Kritik • filmdienst.de

Der Film ist laut Josef Lederle kein Drama, vielmehr spielt er "mit exemplarischen Szenen voller ironischer Brechungen [....] Der Witz und die Spannkraft solcher einfachen Zuspitzungen liegt im eklatanten Widerspruch, am schönsten und genialsten in einer wunderbar durchchoreografierten Szene umgesetzt, in der eine Mannschaft pantomimisch Fußball spielt, um den Islamisten keine Angriffsfläche zu bieten."

16. Mai 2014 | TIMBUKTU • Kritik • Der Tagesspiegel

Das Drama des mauretanischen Regisseurs Abderrahmane Sissako glänzt mit teilweise sehr poetisch gefilmten Bildern und berührte damit viele Kritiker beim Filmfestival in Cannes.

16. Mai 2014 | TIMBUKTU • Kritik • TAZ

Cristina Nord wünscht dem lakonischen Werk von Abderrahmane Sissako eine Auszeichnung in Cannes. Denn der Regisseur zeigt den Alltag und die Normalität, ohne jedoch die Härte der jeweiligen Situation auszusparen. Diese entwickeln eine kalte Wucht, auch die Schüsse aus den Gewehren klingen trocken, hohl und knapp.

16. Mai 2014 | TIMBUKTU • Kritik • Die Welt

Hanns-Georg Rodek musste sich an die Erzählweise des Films erst gewöhnen, nennt sie "afrikanisch entspannt", weil nicht jede Szene einem genau definierten dramaturgischen Zweck dient. Dem Kritiker gefällt, dass der Regisseur sich zwar auf die Seite der Bevölkerung stellt, sein Blick aber der eines Moslems ist und deshalb erheblich differenzierter wirkt.

16. Mai 2014 | TIMBUKTU • Kritik • ray-magazin.at

TIMUBKTU "ist ein trotz seines gemächlichen Erzähltempos kraftvoll inszeniertes Drama, das Fragen von Freiheit, Gerechtigkeit und Macht wiederholt ins Zentrum des Geschehens rückt, allerdings ohne dabei einen eigenen konkreten Standpunkt zu vertreten. Das mag man Sissako zum Vorwurf machen, aber ein würdiger Wettbewerbsbeitrag ist sein Film allemal", meint Roman Scheiber.

16. Mai 2014 | TIMBUKTU • Kritik • sennhausersfilmblog.ch

Der Film ließ Michael Sennhauser ratlos und ein wenig wütend zurück. "Ja, das hätte ein Film sein können mit Implikationen, Anliegen, Fragen. Wenn Sissako zu einer Haltung gefunden hätte. Wenn seine Islamisten nicht bloss einfach dumm, oder dumm und korrupt, oder aber dumm und verlogen wären."

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