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DIE ANDERE HEIMAT

DIE ANDERE HEIMAT

Regie Edgar Reitz
Kinostart 03.10.2013
Genre Drama, Liebesgeschichte

Inhalt • DIE ANDERE HEIMAT

Als in der Mitte des 19. Jahrhunderts Hungersnöte, Armut und Willkürherrschaft die Menschen niederdrückten, sind Hunderttausende aus Deutschland ins ferne Südamerika ausgewandert. "Etwas Besseres als den Tod findet man überall", das war ihre bittere Erkenntnis und ihre Hoffnung. Vor dem Hintergrund dieses unvergessenen Dramas, erzählt Edgar Reitz in seinem neuen Kinofilm DIE ANDERE HEIMAT die Geschichte zweier Brüder, die in ihrem Hunsrückdorf erkennen, dass nur ihre Träume sie retten können.

Jakob, der jüngere Bruder, lässt alle Grenzen, die einem Bauernjungen in dieser Zeit gesetzt sind, hinter sich. Er liest jedes Buch dessen er habhaft werden kann, er studiert die Sprachen der Urwaldindianer, er entwirft Pläne für die romantischsten Abenteuer in den Wäldern Brasiliens und beschreibt seinen Aufbruch aus dem Hunsrück in einem erstaunlichen Tagebuch, das nicht nur seine Geschichte und seine Gedanken wiedergibt, sondern das Lebensbild einer ganzen Zeit.

In den Strudel von Jakobs Träumen werden alle gesogen, die ihm begegnen: Seine von Mühsal und Arbeit geplagten Eltern, sein streitbarer Bruder Gustav und vor allem das schöne Jettchen, die Tochter eines verarmten Edelsteinschleifers und ihre beste Freundin, das Florinchen, ein Engel voller Liebesverlangen. Was kann es in dieser kargen Bauernwelt schöneres geben, als Jakobs Erzählungen zu folgen und mit ihm Pläne zu schmieden für ein glücklicheres Leben jenseits des Weltmeeres?

Die Sehnsucht der jungen Menschen droht immer wieder zu zerbrechen - an der Unwissenheit der Zeit und an Krankheiten; an Tod und Naturkatastrophen, die über das Land hereinbrechen. Die Rückkehr des Bruders Gustav aus dem preußischen Militärdienst gibt den Anstoß für Ereignisse, die die Liebe zwischen Jakob und Jettchen erschüttern und Jakobs Leben in eine völlig unerwartete Richtung lenken wird.

Der Film erzählt in großen epischen Zeitbildern vom beginnenden Exodus der deutschen Bauern und Handwerker in die Neue Welt. In endlosen Kolonnen ziehen die hochbeladenen Pferde-Fuhrwerke über Berge und Täler zum Rhein hinab, um von dort zu den Seehäfen zu gelangen, wo die Auswanderungsschiffe ins Ungewisse starten. Ein Abschied für immer, ein Aufbruch ohne Wiederkehr, Menschen auf der Suche nach dem Glück in einer anderen Heimat. Deutsche Geschichte, eine vergessene Wahrheit, eine Geschichte von Mut und vom Glauben an die Zukunft. Jakob schreibt in sein Tagebuch: Was kann es größeres geben, als einen Weg gemeinsam zu suchen aus Unrecht und Kälte? Denn alles kann verloren gehen und im Sturm auf den Meeren versinken, nicht aber das Wissen der Herzen.

DIE ANDERE HEIMAT wurde an Originalschauplätzen im Hunsrück mit großem Aufwand an Bauten und historischer Ausstattung gedreht. Unterstützt von der regionalen Bevölkerung zwischen Rhein, Mosel und Nahe folgt der Film dem Geist der weltberühmt gewordenen HEIMAT TRILOGIE und eröffnet ein filmisches Panorama, das dem Leben der einfachen Menschen und ihrer Sehnsucht nach einem besseren Leben gewidmet ist.

Dabei wirft der Film wie selbstverständlich genau die Fragen auf, die aktueller kaum sein könnten: die Frage nach Zugehörigkeit, Tradition und Glaube auf der einen und Freiheit der Gedanken, und was man heute, in Zeiten von Globalisierung und Mobilität, noch als Heimat definieren kann, auf der anderen Seite.

Copyright: Concorde

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