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DIE NONNE

DIE NONNE

Regie Guillaume Nicloux
Kinostart 31.10.2013
Genre Drama

Kritiken • DIE NONNE

10. Februar 2013 | DIE NONNE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Nino Klingler sah strenges, präzises und sprödes Leidenskino, das seine Qualen nicht so ganz rechtfertigen kann. "Im Büßergewand kleidet sich aber auch der gesamte Film, alles Licht ist wintergrau, der Modus gravitätisch, die Zellen karg, die Gefühle hart. Das macht ihn sehr spröde, und irgendwie auch schrecklich selbstgerecht. Denn die ganze Inszenierung scheint sich einem harschen Realismusgebot zu fügen, das unangemessen quält und in seiner fast totalitären Nüchternheit alles Gefühlige in Schmerz und Tristesse wälzt."

31. Oktober 2013 | DIE NONNE • Kritik • kunst + film

"Regisseur Nicloux gelingt es nicht, einen Erzählrhythmus zu finden", bedauert Lydia Starkullar. "Die Figuren bleiben artifiziell und leblos; sie geben nur die Kontrastfolie für die Probleme der jungen Frau ab. Immerhin wirken die Drehorte sehr atmosphärisch."

31. Oktober 2013 | DIE NONNE • Kritik • Neue Zürcher Zeitung

Bemerkenswert findet Patrick Straumann das Schauspiel von Pauline Etienne. Ihr innerer Schockzustand wird zunächst durch grazile Gesten spürbar, die "nach und nach in eine eloquente Körpersprache überführt" wird."

31. Oktober 2013 | DIE NONNE • Kritik • getidan.de

Peter Claus bedauert, dass es dem Regisseur nicht gelungen ist, Isabelle Huppert zu „bändigen“. "Die Diva agiert in einer Schlüsselrolle als sexuelle übergriffige Ordensmutter. Sie spielt derart überzogen, dass nahezu alle ihre Szenen in Lächerlichkeit abgleiten."

29. Oktober 2013 | DIE NONNE • Kritik • filmrezension.de

Das filmische Sittenbild besticht laut Lida Bach "formell dank der versierten Darstellerinnen, die Diderots zwischen den Gegenpolen von Tragik und beißendem Spott changierenden Figuren zu modernen Ebenbildern aus Fleisch und Blut machen, ebenso wie optisch."

29. Oktober 2013 | DIE NONNE • Kritik • filmtabs

Die prominenten Randfiguren Martina Gedeck und Isabelle Huppert lassen "die Geschichte öfters ins Lächerliche abgleiten", bemängelt Günter H. Jekubzik. "Ausgerechnet die junge Schauspielerin Pauline Etienne hält aber den moralischen Ernst ihrer Figur und des Stoffes aufrecht".

08. April 2013 | DIE NONNE • Kritik • filmgazette.de

"Über quälend langweilige zwei Stunden wird die Handlung in der immer gleichen, völlig interesselosen Filmsprache dialoglastig und wie dabeistehend abgewickelt, Versatzstücke und Klischees reihen sich aneinander", bemängelt Janis El-Bira und empfindet den Film als Zumutung.

13. Februar 2013 | DIE NONNE • Kritik • outnow.ch

"La Religieuse ist ein Kostümfilm in seichtem Gewand, denn die Ausstattung spielt hier kaum eine Rolle. Vielmehr ist er ein ergreifendes Drama, welches sich gegenüber seiner Romanvorlage einige Freiheiten erlaubt.... Dank der starken Präsenz der Hauptfigur sowie auch der stark besetzten Nebenrollen bleibt der Film um den unerschütterlichen Drang nach Freiheit noch eine Weile in Erinnerung."

13. Februar 2013 | DIE NONNE • Kritik • Der Tagesspiegel

Diderots spätes 18. Jahrhundert, so stellt Kerstin Decker fest, war irgendwie "aufgeklärter als unsere Ära der neureligiösen, geistig zunehmend unscharfen Befindlichkeiten."

11. Februar 2013 | DIE NONNE • Kritik • TAZ

Ekkehard Knörer findet, dass es keinen vernünftigen Grund dafür gibt, warum DIE NONNE im Wettbewerb der Berlinale gelaufen ist. Der Film ist handwerklich zwar über dem Niveau eines Fernsehfilmes, aber inhaltlich bliebt bis zum Schluss offen, was der Film dem Zuschauer sagen soll.

10. Februar 2013 | DIE NONNE • Kritik • perlentaucher.de

Als Historienfilm verfolgt DIE NONNE laut Nikolaus Perneczky ein aufklärerisches Projekt: Die Austreibung von Glanz und Aureolen aus der filmischen Geschichtsbetrachtung. "Nicht heißglühender Fanatismus wird hier angeklagt, wie (dem Vernehmen nach) noch in Diderots Briefroman, sondern die Normalität, die Gewöhnlichkeit des Bösen. Dagegen helfen keine leuchtenden Fackeln."

10. Februar 2013 | DIE NONNE • Kritik • sennhauser.ch

"Alles in allem ist DIE NONNE ein beeindruckendes und stark nachklingendes Drama. Der Film wird Diderots Absichten wahrscheinlich gerechter als der doch ein wenig zwischen Gothic Novel und Jane Austen schwankende Plot seines Briefromans es eigentlich zulassen würde. Das ist keine kleine Leistung der Regie – aber auch der Hauptdarstellerin. Denn sie schlägt die Brücke in die Realität."

10. Februar 2013 | DIE NONNE • Kritik • sophiesberlinale

"Der Film von Guillaume Nicloux hat leider ein grundlegendes Problem, das auch seine Botschaft zu gefährden droht. Während zwei Drittel der Handlung eine ernste und oft bedrückende Atmosphäre entwickeln, kippt der Film mit dem Auftritt von Isabelle Huppert als Ordensmutter mit lesbischen Neigungen plötzlich ins Komödiantische."

10. Februar 2013 | DIE NONNE • Kritik • Berliner Zeitung

Die unerwartete Qualität des Films liegt für Harald Jähner "in seiner Schönheit. Man kann den Stoff gar nicht anders als kirchenkritisch inszenieren, aber Guillaume Nicloux nutzte ihn nicht zu einem simplen antireligiösen Pamphlet, was bei den jüngst weltweit aufgedeckten Missbrauchsskandalen nahe gelegen hätte."

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