| Regie | Stefan Ruzowitzky |
| Kinostart | 22.11.2012 |
Cold Blood handelt laut Thorsten Funke "letztlich von nichts anderem als dem, was Väter falsch machen können... Der große Showdown, auf den das so kompliziert gestaltete Drehbuch hinarbeitet, findet dann am Thanksgiving-Tisch als große Gruppentherapiesitzung statt. Fast eineinhalb Stunden lang waren Bewegung und Kinetik die treibenden Kräfte des Films. Am Schluss knarzt er wie die Ledercouch im Behandlungszimmer eines Psychotherapeuten."
Christian Schröder sah einen Film, in dem es um das geht, was eine Familie zu geben vermag: Nämlich Kraft und Rückhalt. Doch es geht auch daraum, wie sehr Familienmitglieder sich gegenseitig verletzen können.
Der Thriller ist laut Peter Uehling bisweilen durchaus beeindruckend, doch leider kann vor allem Eric Bana als Bösewicht nicht überzeugen. Auch wirkt die Geschichte zu zerissen.
Eckhard Haschen fragt sich, ob der Regisseur Stefan Ruzowitzky bei seinem ersten amerikanischen Film auf Nummer Sicher gehen wollte und deshalb nicht den Mut hatte, das Drehbuches ein wenig zu raffen. Anders kann er sich die Doppelungen und Verdreifachungen nicht erklären.
Der geradlinig inszenierte Thriller wechselt laut Christian Schröder sein Tempo ständig zwischen Erstarrung und Beschleunigung.
"Stefan Ruzowitzkys US-Debüt Cold Blood ist ein solider Thriller-Charakterdrama Hybrid geworden, der zwar insgesamt recht kurzweilig ist, allerdings deutlich zu wenig bietet um das Publikum zu fesseln. Manche Szenen wirken einfach zu gekünstelt und letzten Endes sorgt der geradlinige und tendenziell behäbige Thriller kaum für Überraschungen", urteilt Michael Föls.
Letzlich ist COLD BLOOD laut Rajko Burchardt "klassisches Videofutter, das der großen Leinwand kaum gewachsen ist. 90 schlanke Minuten, die nie wirklich langweilig werden, aber auch schon vor Ende des Films wieder vergessen sind."
Da COLD BLOOD kein Einstieg in eine TV-Serie ist, sondern ein in sich geschlossener Kinofilm sein will, kann Benjamin Hahn ihm die "narrativen Brüche und Lücken nur schwerlich durchgehen lassen. Dass die Kernhandlung packend inszeniert ist, die Regie überzeugen kann und die Schauspieler eine sehr gute Leistung abliefern, lässt den Film wenigstens nicht frontal gegen die Wand fahren, sondern sich nur ein paar Blechschäden einfangen."
Günter H. Jekubzik findet alles "so überdeutlich und vorhersehbar, dass es schon wieder Spaß macht. Zwar kein Punktsieg im (Film-) Traumland Amerika, aber eine Punktlandung allerdings für weitere Filme. Hoffentlich mit etwas weniger Genre-Korsett."
Denis Sasse nennt das Drehbuch katastrophal. "Fernab von den bereits erwähnten Dialogen, die nicht immer einer nachvollziehbaren Logik folgen, legt der Film sehr viel Wert auf seine drastischen Momente....Das wäre doch alles gar nicht nötig gewesen, wo die Stärke von COLD BLOOD doch dann ausgerechnet am ruhigen Thanksgiving-Tisch liegt, dort wo alle aufstehen müssen um „Danke“ zu sagen, woraufhin sich das nicht ganz alltägliche Festtagschaos manifestiert."
"Deadfall ist ein solider, wirklich unterhaltsamer Crime-Thriller, der wenige Innovationen bietet, aber trotzdem zu gefallen weiss. Abgesehen von der gruseligen Chemie der beiden Hauptdarsteller hat man ein nettes Ensemble an Darstellern zusammengecastet, das von einer wirklich knuffigen Sissy Spacek in den Schatten gestellt wird."
COLD BLOOD - Offizielle Website (deutsch)
COLD BLOOD - Offizielle Facebook-Seite (englisch)
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COLD BLOOD - Filminformation des deutschen Verleihers
COLD BLOOD - imdb.com