Inhalt • LINCOLN
Erzählt wird von den letzten Tagen der Regentschaft des 16. Präsident der Vereinigten Staaten Abraham Lincoln (Daniel Day-Lewis). Der Präsident bemüht sich, den amerikanischen Bürgerkrieg zu beenden, der das Land in den Abgrund reißt und die Nord- von den Südstaaten trennt. Außerdem will er den dreizehnten Verfassungszusatz endlich durch den Senat ratifizieren lassen.
Kritik • LINCOLN •
Uwe Schmitt äußert sich lobend über die großartigen Schauspieler, allen voran Daniel Day-Lewis, der allein schon durch sein Mienenspiel zu überzeugen weiß. Frank Herrmann gefiel zudem, dass Steven Spielberg das Denkmal Lincoln menschlicher gemacht hat. Michael Föls fehlten zwar die großen Emotionen, trotzdem ist das Biopic schon aufgrund des überragenden Hauptdarstellers fesselnd und absolut sehenswert. Denis Sasse erfreute sich bei diesem fast schon schauspielerischen Bühnenstück an der geschickten Verwebung von Politik und dem persönlichen Lincoln. Daniel Day-Lewiss großartiges Schauspiel verwandelt das epische Kammerspiel laut Luitgard Koch in einen Thriller. Für Lukas Stern ist Steven Spielbergs Film eine souveräne Neuformulierung der Faszination Lincoln und Jean-Martin Büttner stellt fest, dass eindeutig die politische Rhetorik zu den Stärken des Filmes gehört. Der Outnow-Kritiker fand LINCOLN trotz grossartigem Schauspiel nicht so bestechend, wie er hätte sein können. Susanne Ostwald war hingegen begeistert und freute sich vor allem darüber, dass Steven Spielberg seine kraftvolle Parabel weitestgehend nur mit Worten erzählt. Nichts Neues hingegen sah Christoph Huber, der Daniel Day-Lewis Darstellung des Lincoln zudem etwas übertrieben fand. Virtuos fand David Kleingers die Art und Weise, wie Steven Spielberg Lincolns berühmte Reden in den Film eingebaut hat und José García lobt das gute Gespür für Rhythmus von Editor Michael Kahn. Steffen Richter sah außerdem einen unfassbar einnehmenden Politiker, während Günter H. Jekubzik die Glorifizierung von Abraham Lincoln schwer erträglich findet. Daniel Kothenschulte erfreute sich an einem meisterlichen Daniel Day-Lewis sowie einem schillernden Tommy Lee Jones, während Rüdiger Suchsland eine bierernste Polit-Schmonzette ohne Überraschungen und mäßigem Unterhaltungswert sah.