| Regie | Gareth Evans |
| Kinostart | 12.07.2012 |
Regisseur Gareth Evans beweist laut Michael Kienzl "rhythmisches Gespür für die Dramaturgie des Kampfes. Schwindelerregend inszenierte Duelle lösen sich mit suspensehaltigen Momenten und kurzen Verschnaufpausen ab. Tempi, Schauplätze und Waffen variieren endlos, und auch eine leicht perverse Vorliebe für ausgefallene Tötungsmethoden sorgt für die nötige Abwechslung. THE RAID (
) bleibt immer in Bewegung."
"Evans setzt Gewalt in den Auseinandersetzungen der Figuren derart hart und roh ein, dass man emotional dabei ist und schafft es, die Bösen derart böse darzustellen, dass man echten Hass für sie entwickelt – keine Selbstverständlichkeit und ein wichtiger Indikator für die Zugkraft des Gesamtwerks. Ein paar schöne optische Inszenierungskniffe wissen die Körperkunst zusätzlich aufzuwerten", urteilt Philipp Stroh.
Der Autor findet es schade, dass sich der Film in den Storylines verheddert, "denn immer wieder während des Films (und besonders an seinem Ende) merkt man, dass dort zwischen dem ganzen Krach auch noch eine Botschaft gehört werden will. Es ist auch die Geschichte eines Landes, in dem sich die Bevölkerungsschichten einander entfremdet haben und in dem es Gebiete gibt, in die zu gehen sich das Gesetz nicht mehr traut."
Für Nils Bothmann macht der Film vieles richtig, ist aber trotz allem nicht mehr als ein famoser Actionfilm. "Er ist kein potentieller Genreklassiker vom Schlage eines STIRB LANGSAM oder Hard-Boiled. Zu rudimentär ist die Figurenzeichnung, als daß man mit den um ihr Leben kämpfenden Figuren mitfiebern würde, zu einfach ist die Geschichte gestrickt, die genau nach der zu Beginn vorgegebenen Lagebeschreibung verläuft, einzig variiert durch ein, zwei Plottwists im letzten Drittel des Films."
"Zu einem wirklichen grandiosen Film wird THE RAID (
) aber in erster Linie, weil neben all den virtuosen Kämpfen und Verwüstungen auch die Zeit zwischen den Actionsequenzen überzeugt. Hier wird es nicht peinlich wie in einigen ähnlich gelagerten Werken made in Thailand und auch nicht ärgerlich pathetisch wie in vielen amerikanischen Produktionen über Spezialeinheiten", schreibt André Becker.