| Regie | Sergei Loznitsa |
| Kinostart | 15.11.2012 |
Nino Klingler beschreibt die Stimmung. "Der dichte Wald ist überall, es gibt keine offenen Flächen, keinen weiten Blick, sondern nur Hindernisse und verstellte Räume. Diese Stimmung des Verlorenseins in der desinteressierten, menschenfernen Natur wird noch unterstrichen durch den Sound: Im Nebel kommt gänzlich ohne Musik aus, allein das Rauschen der Blätter im Wind, fernes Vogelzwitschern und die schweren Schritte der Männer sind zu hören."
Laut Kerstin Decker zeigt Sergei Loznitsas "kleines, fahles Meisterwerk des Weltabschieds" eindrucksvoll, was der Ausdruck "der Tod sitzt mir im Nacken" tatsächlich bedeutet.
Erwähnenswert findet Lukas Foerster an diesem bemerkenswerten Film vor allem, dass durch die zurückgenommenen Einstellungen selbst die Außenszenen kammerspielartig wirken.
Rüdiger Suchsland sah eine "Passionsgeschichte, deren drei Protagonisten von Anfang als Verdammte erscheinen, und am Ende vorhersehbar alle tot sind. Ein quälender, schwerblütiger bedeutungsschwangerer Männerlaberscheiß, völlig unnötig in die Länge gezogen, ein Werk, das aus dem Nebel kommt."
Sergei Loznitsa erzählt seine Geschichte laut Günter H. Jekubzik "in einem hypnotisch ruhigen Stil und sparsamen, langen Einstellungen. Es ist eine literarische Exaktheit, in diesen Figuren und Umständen, die intensiv fesselt. Mehr als Erklärungen oder Gespräche spiegelt Natur innere Zustände wieder."
Der Wald wird laut Peter Claus "zu einem Sinnbild des Labyrinths, in das die so genannten kleinen Leute von denen, die sich für die Großen halten, allzu oft gehetzt werden, ins Verderben. Regisseur Sergei Loznitsa erzählt davon auf eine Art, die an Klimow denken lässt und auch an Tarkowskij. Aber er kopiert die berühmten Vorgänger nicht. Ihm gelingt ein ganz eigenes, manchmal auch eigenartiges Kunstwerk."
"Mit verblüffender Leichtigkeit thematisiert Loznitsa vermeintlich schwere philosophische Fragen über Gut und Böse und die Verantwortung des Menschen. Und präsentiert dabei, gleichsam als Psychothriller, eine packende Parabel über Schuld und Sühne, Moral und Mitläufertum", lobt Dieter Oßwald.