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LIEBE

LIEBE

Regie Michael Haneke
Kinostart 20.09.2012
Genre Drama

Kritiken • LIEBE

20. Mai 2012 | LIEBE • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Nino Klingler lobt den Regisseur. "Er trifft weiterhin starke, entfremdende Entscheidungen, hält die Aufnahme eines leeren Zimmers viel länger als nötig, zerschneidet das Appartement in disparate Stücke, die sich erst sehr langsam zu einem erschlossenen Raum zusammenfügen, verweigert Einsichten und Gegenschüsse, um die Ambivalenz der Situation zu bewahren. Aber diese Entscheidungen scheinen nicht länger einer primär filmisch-formalistischen, sondern einer humanistisch aufgeladenen Logik zu folgen."

11. Januar 2013 | LIEBE • Kritik • wieistderfilm.de

Philipp Stroh findet es schade, dass Michael Haneke, "nachdem er so schön ins Thema eintaucht und so geradlinig erzählt, zum Schluss noch etwas konfus wird und die emotionale Kraft seiner Geschichte selbst ein wenig ausbremst. Dennoch ist Liebe ein bemerkenswertes Drama über den grausamen Lauf der Natur, der uns alle angeht. Und natürlich über Liebe, weil sich erst in schlechten Zeiten zeigt, was sie wirklich bedeutet."

20. September 2012 | LIEBE • Kritik • Berliner Zeitung

Anke Westphal ist der Meinung, dass es nur ein großer Künstler schafft, von der Liebe zu erzählen, ohne dabei in Gefühligkeit zu verfallen. So ein Künstler ist Michael Haneke.

20. September 2012 | LIEBE • Kritik • Der Freitag

Barbara Schweizerhof ist voll des Lobes und meint, dass das Thema Sterben selten so undramatisch und ungekünstelt wie in Michael Hanekes LIEBE behandelt wurde.

20. September 2012 | LIEBE • Kritik • perlentaucher.de

Michael Hanekes LIEBE ist laut Thomas Groh "ein sanfter Film über die letzten Dinge, frei von Weisungen und Urteilen. Diesen sanften Haneke, der seine Stoffe nicht unentwegt ins Korsett seiner eigenen Überzeugungen zwängt, wünscht man sich nach diesem großartigen Film für die Zukunft häufiger."

20. September 2012 | LIEBE • Kritik • kunst + film

Ein formvollendetes Meisterwerk, meint Oliver Heilwagen. "Das ist Liebe laut Haneke: bedingungslose Solidarität und füreinander da sein bis zum letzten Atemzug. Der österreichische Regisseur beglaubigt es mit schonungslosem Naturalismus, der sich um Kino-Konventionen nicht kümmert."

19. September 2012 | LIEBE • Kritik • diePresse.com

Laut Christoph Huber hat Regisseur Michael Haneke mit der gleichen Methode gearbeitet, die er auch sonst anwendet: Er überlässt den Zuschauern die Frage nach der Er- oder Auflösung.

19. September 2012 | LIEBE • Kritik • textezumfilm.de

"Hanekes Dramaturgie zielt offensichtlich darauf hin, Demenzkranken die Menschenwürde abzusprechen. Wer in seiner Verwandtschaft, im Bekannten- oder Freundeskreis je erlebt hat, wie sich jemand gemäß dem Diktum von Kardinal König bis zuletzt aufopferungsvoll um den sterbenden Ehepartner gekümmert hat, kann Hanekes Versuch, Tötung (auf Verlangen?) als Akt der "Liebe" darzustellen, jedenfalls nicht anders denn als empörend empfinden", urteilt José García.

19. September 2012 | LIEBE • Kritik • FILMtabs

"Wie Haneke dies Einfache, das oft verdrängte Altern und Sterben zeigt, ist ganz große Kunst. Der Holzhammer bleibt in der Schublade und man merkt trotzdem irgendwann, wie sehr man bei diesen Menschen ist, dass man längst mit am Bett bei Anne sitzt", lobt Günter H. Jekubzik.

13. September 2012 | LIEBE • Kritik • filmgazette.de

"Hanekes LIEBE aber ist ein großartiger Kinofilm, und er garantiert ein neuartiges, grandioses, nachwirkendes Kinoerlebnis", lobt Dietrich Kuhlbrodt überschwänglich. Er "ist ein Film, der sich der angesagten Entwirklichung in den Medien entgegensetzt, sozusagen ein erratischer und individueller Fels inmitten der digitalen Brandung um uns herum."

03. September 2012 | LIEBE • Kritik • ray Filmmagazin

"Michael Haneke zeigt in schmerzhafter Schönheit eine Geschichte von Liebe und Sterben", schreibt Jörg Schiffauer. "Haneke zeigt das langsame Verlöschen eines Lebens mit der für ihn gewohnten Präzision, ohne dabei jedoch seine Protagonisten auch nur einen Augenblick dem Voyeurismus preiszugeben."

27. Juli 2012 | LIEBE • Kritik • filmosophie.com

"Irgendwie gelingt es Michael Haneke durch eine geschickte Dramaturgie seine Zuschauer zwei Stunden lang an diese kleine Geschichte von der großen Liebe zu fesseln. Dabei hält die Kamera geradezu einen Respektabstand von den Figuren. Oft ist sie nur stiller Beobachter längerer Szenen, nähert sich nicht in aufdringlichen Nahaufnahmen und verfolgt nur im Ansatz die Bewegungen der Menschen auf der Leinwand. Trotz dieser Distanz geht uns das Schicksal des Ehepaares an die Nieren."

30. Mai 2012 | LIEBE • Kritik • programmkino.de

Dieter Oßwald schreibt: "Ein Thema, das jeder gerne verdrängt und mit dem fast alle irgendwann einmal konfrontiert werden - Haneke bringt es mit großartiger Wahrhaftigkeit auf die Leinwand. Das Filmkunst-Ereignis des Jahres!"

22. Mai 2012 | LIEBE • Kritik • Berliner Zeitung

Schön, aber keine Offenbarung ist der Film für Anke Westphal. "Wie in den meisten Filmen Michael Hanekes geht es auch hier darum, wie vorbehaltlich und zerbrechlich doch der zivilisatorische Rahmen ist, in dem sich Leben vollzieht. All die Noten, Bilder und Bücher ändern nichts an Annes Schicksal: Krankheit ist eine Bastion des Unwägbaren, Schicksal."

21. Mai 2012 | LIEBE • Kritik • Die Tageszeitung

Frappierend dicht ist der Film für Cristina Nord. "Der Trost durch Kunst und Fiktion mag flüchtig sein, doch ohne ihn wäre es noch viel schlimmer. LIEBE hallt lange nach, weil er uns mit unserer eigenen Sterblichkeit und der von Angehörigen und Freunden in Berührung treten lässt; zugleich ist der Film selbst wie ein Gefährte für diese schwierige, letzte Reise."

20. Mai 2012 | LIEBE • Kritik • Die Zeit

Sanft, aber mit unerbittlicher Genauigkeit hat der Regisseur laut Jan Schulz-Ojala inszeniert. "So geht dieser Film mit dem so schlichten wie selbsterklärenden Titel Amour, so leise, so ökonomisch, so präzise, so großartig inszeniert, bis er irgendwann zu Ende ist. Er erzählt von jenem Lebensabschnitt namens Alter, in dem die Realität des Sterbenmüssens unausweichlich wird. Von einer Fürsorge auch, die dem verbrauchten Begriff entschieden ins Transzendente entwächst."

20. Mai 2012 | LIEBE • Kritik • Der Standard

Dominik Kamalzadeh ist begeistert. "Die Frage nach der angemessenen Ethik im Umgang mit Sterbenden ist in Amour natürlich bis zum dramatischen Finale, das noch für Diskussionen sorgen wird, ganz zentral. Das Kunststück dieses Films, in dem jeder Ton, jede Geste stimmt, ist es jedoch, dass er nie thesenhaft wirkt. Die Bilder sind Ausdruck von Gefühlslagen, die Emmanuelle Riva und Jean-Louis Trintignant in reichhaltigen Schattierungen einbringen."

20. Mai 2012 | LIEBE • Kritik • Die Presse

Ein tödliches Kammerspiel mit großen Rollen für Altstars, sah Christoph Huber. "Eine knapp vor Ende des Films hereinflatternde Taube, der Georges hinterdreinhinkt, um sie einzufangen, hat einen Symbolwert, der geradezu an die viel zitierten weißen Tauben in den Erlösungsgeschichten des großen Action-Regisseurs John Woo erinnert. Die Frage nach Er- und exakter Auflösung überlässt Michael Haneke aber letztlich wieder einmal dem Publikum."

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