PARADIES: LIEBE
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Inhalt • PARADIES: LIEBE
Teresa (Margarethe Tiesel) ist 50 Jahre alt, alleinerziehende Mutter und nicht mehr besonders gut in Form. Sie teilt ein Schicksal, das in Westeuropa nicht nur männlich ist: null Sexualleben, unaufgeregter Lebensabend, unselbständige Kinder. Was ihr am meisten fehlt, ist für sie jedoch unerschwinglich: das Gefühl, begehrt zu werden. Ihre Sehnsucht nach Liebe und der Marktwert ihres Körpers driften proportional auseinander.
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Crew • PARADIES: LIEBE
Regie: Ulrich Seidl
Darsteller: Margarethe Tiesel, Inge Maux, Peter Kazungu
Verleih/Copyright: Neue Visionen, Berlin
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Kritik • PARADIES: LIEBE •
Michael Kienzl nennt den Film großartig und gnadenlos, auch wenn der Kritiker Innovationen vermisst. Es hat lange für Hanns-Georg Rodek lange keinen Film mehr gegeben, der so grausam zu seiner Hauptfigur war, aber es ist die Grausamkeit der schonungslosen Ehrlichkeit. Andreas Borcholte hat deutlich mehr erwartet: Für ihn erzählt der Regisseur die immer gleichen Ekelbilder vom immer gleichen Punkt. Mattes Teschabai gefällt, dass der Regisseur den Zuschauer mit Hilfe steril-poetischer Zwischensequenzen nie in der Tragik des Geschäfts versinken lässt und Michael Föls sah einen äußerst gelungenen, unbequemen und frischen Film, den man sich ansehen sollte. Auch Dominik Kamalzadeh nennt PARADIES: LIEBE ein imposantes Werk, während Martina Zerovnik findet, dass der Film trotz seines Humors erschütternd und traurig ist. Die Personen bewegen laut Günter H. Jekubzik zwar durch die Mischung aus Schockierendem und Erbärmlichen, erschöpfen sich jedoch in Wiederholungen. Für Jörg Schöning ist Ulrich Seidl der Meister des unbarmherzigen Blicks. Bela Akunin lobt ebenfalls Seidls ungeschönten Blick, der jedoch seine Figuren nie denunziert.
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