Inhalt • HANNAH ARENDT
Die deutsch-jüdische Philosophin Hannah Arendt (Barbara Sukowa) muss ihr Heimatland verlassen (geboren wurde sie 1906 in Linden nahe Hannover). Sie flüchtete vor dem Nationalsozialismus nach Amerika, wo sie unter anderem als Journalistin und Dozentin tätig ist. 1951 erhält sie die amerikanische Staatsbürgerschaft. Zehn Jahre später nimmt sie einen Auftrag der Zeitung "The New Yorker" an und reist als Beobachterin zum Prozess gegen den SS-Mann Adolf Eichmanns nach Israel. Ihre Erkenntnisse fasst sie in ihrem Werk "Die Banalität des Bösen" zusammen. Damit tritt sie eine Kontroverse los, die nicht nur unter Theoretiker große Aufmerksamkeit hervorruft.
Crew • HANNAH ARENDT
Regie: Margarethe von Trotta
Darsteller: Barbara Sukowa, Michael Degen, Janet McTeer, Axel Milberg, Ulrich Noethen ...
Verleih/Copyright: NFP marketing & distribution, Berlin
Kritik • HANNAH ARENDT •
Luitgard Koch ist völlig begeistert von dem großartigen Schauspiel Barbara Sukowas und lobt ihren mutigen schauspielerischen Balanceakte. Auch Sven Weidner hebt ihr intensives Spiel hervor, das zuweilen Overacting entdecken lässt, wohingegen Sonja M. Schultz Hannah Arendt als Redefilm mit behäbiger Inszenierung bezeichnet. Günter H. Jekubzik bedauert, dass sich der Film weder künstlerische Freiheiten erlaubt, noch eine Annäherung versucht, die mehr als über das Illustrierende hinweg geht. Bewegend und gut recherchiert, aber auch konventionell ist Christiane Peitz' Meinung über HANNAH ARENDT. Dank einer starken Barbara Sukowa und klugen Regie-Entscheidungen wird der Zuschauer laut Anke Westphal von dem Film überrascht. Micha Brumlik bedauert hingegen, dass der Film dort, wo Dramatik angebracht wäre, flach und harmlos erscheint. Jörg Schöning lobt die atemberaubende Hauptdarstellerin, die perfekt in die Rolle passt und Oliver Heilwagen stellt fest, dass wortlastiges Konversations-Kino selten so zeitlos spannend war.