| Regie | Cristian Mungiu |
| Kinostart | 2012 |
Der Ansatz von Cristian Mungius Inszenierung ist in der Theorie durchaus interessant, findet Michael Kienzl. "Ein mündiger Zuschauer soll sich hier selbst ein Urteil bilden. Hat man es aber erst einmal durch die zähe Exposition geschafft, wirkt der skandalöse Exorzismus dann zwischen einem Wust an Nebensächlichkeiten wie beiläufig. So öde kann Realismus sein."
Das Drama hat Anke Westphal kalt gelassen. Der Regisseur "verhandelt in unnötig langen zweieinhalb Stunden wenig profund Ethos und Dogma, Fragen des Gottesglaubens wie Zweifels und des Umgangs mit Außenseitern. Das ist sorgfältig inszeniert, sieht schön und fremd aus, auch als es erwartbar zum Exorzismus an Alina kommt. Doch mehr ist nicht."
Die sehr langsame Tragödie raubt Wenke Husmann jede Gewissheit um Gut und Böse. Der Regisseur nimmt sich sehr "zurück. Er vermeidet Schnitte und Kameraschwenks. Wieder ist das Licht von großer Natürlichkeit, in diesem Fall ziemlich grau, und bis auf ein Wiegenlied am Ende gibt es keine Musik. Das Ergebnis ist ein sehr langsamer und mit zweieinhalb Stunden auch langer Film, der außerordentlich nachhallt."
BEYOND THE HILLS - imdb.com