Inhalt • KILLING THEM SOFTLY
Jackie Cogan (Brad Pitt) ist ein Gesetzeshüter der besonderen Art und sorgt mit seinem knallharten Wesen für Recht und Ordnung. Nun wurde er beauftragt die Umstände eines Überfalles auf ein hochdotiertes Pokerturnier zu untersuchen. Das Besondere an diesem Fall ist, dass das Turnier von der Mafia veranstaltet und bewacht wurde. Aber offensichtlich nicht allzu gut und so macht sich Jackie Cogan auf, um den Fall zu lösen. Dass dabei die Fetzen und Pistolenkugeln nur so fliegen, liegt auf der Hand.
Crew • KILLING THEM SOFTLY
Regie: Andrew Dominik
Darsteller: Brad Pitt, James Gandolfini, Ray Liotta, Sam Shepard, Richard Jenkins ...
Verleih/Copyright: Wild Bunch
Kritik • KILLING THEM SOFTLY •
Je deutlicher der Film ausspricht, dass Amerika am Boden liegt, umso mehr Kredit verspielt er, kritisiert Cristina Nord. Der Regisseur versucht es nicht wirklich mit der Analyse, stellt Nino Klingler fest; stattdessen setzt er ganz auf Stimmungen. Diese Parabel auf die amerikanische Gesellschaft ist für Wenke Husemann brutal, pessimistisch und schlimmstenfalls wahr. Kapitalismus als Gewaltkarussell, diese Lektion versteht Dominik Kamalzadeh nach Sichtung des Films. Die filmosophie-Kritiker loben die Ästhetik und die politischen Anspielungen, dafür zog aber die Storyline zu langsam an. Dieter Oßwald genoß ebenfalls den atmosphärisch dichten, stilsicher verwaschenen Look des Filmes, während Antje Kuschpel sich vor allem an der Genauigkeit, mit der die oft kammerspielartigen Szenen inszeniert wurden, erfreute. Harald Steinwender sah einen tristen, bitterbösen Genrefilm und zudem eine schöne Hommage an den klassischen B-Film Hollywoods, während Wenke Husmann sich an den von Kameramann Greig Fraser erschaffenen Momenten poetischer Schönheit erfreute.