Inhalt • THE GRANDMASTERS
Fünf Jahre nach seinem letzten Film MY BLUEBERRY NIGHTS (
) kehrt der Regisseur Wong Kar-Wai mit einem Biopic über den Wing Chun Großmeister Ip Man auf die Leinwand zurück. Der Ip Man wird von einem der populärsten Schauspieler des asiatischen Kinos dargestellt, von Tony Leung, der bereits in einigen Filmen von Wong Kar-Wai mitgespielt hat.
Crew • THE GRANDMASTERS
Regie: Wong Kar-Wai
Darsteller: Tony Leung, Zhang Ziyi
Kritik • THE GRANDMASTERS • 2013
Als Kampfkunst-Epos hat der Film laut Andreas Busche seine Schwächen, aber als Berlinale-Eröffnungsfilm ist er passend. Gemischte Gefühle brachte Hanns-Georg Rodek dem Hybrid zwischen Generations-Epos und impressionistischer Farbtupferei entgegen. Konventionell bis langweilig nennt ein betrüblicher Peter Uehling die Genre-Szenen. Manchmal läuft der Manierismus des Film für Diedrich Diedrichsen ins Leere. Markus Keuschnigg sah einen mit öden Dialogen belegten Film, der nichts zu erzählen hat. Für Wong Kar-Wai gibt es nur nostalgisch eingefärbte Geschichte was den Film insgesamt etwas altbacken erscheinen lässt, findet Nino Klingler. Lida Bach fügt hinzu, dass die Inszenierung an eine Parodie des darin verklärten Purismus grenzt, während Günter H. Jekubzik findet, dass der Regisseur mit The Grandmaster allen Filmemachern eine Lektion erteilt hat. Michael Sennhauser lobt die synästhetische Perfektion, die den Film trägt. Sophie war trotz ihrer pazifistischen Ader besonders von den stilisierten und ästhetischen Kampfszenen beeindruckt. Wenke Husmann war von THE GRANDMASTERS aufgrund dessen unguter Emulsion aus Tradition und Ehrenkodex enttäuscht. Obwohl Drama, Fights und Philosophisches nicht immer ganz zusammen passen, hätte es keiner besser als Wong Kar-Wai machen können, stellt der Outnow-Kritiker fest. Trotz kleinerer Schwächen zeigte sich Hrissowalantis Zagoudis von THE GRANDMASTERS aufgrund seiner berührenden Romanze und der fein herausgearbeiteten Choreographien faszniert. Tiziana Zugaro stellte außerdem fest, dass die Schönheit des Kampfes, die Schönheit des Inneren der Figuren zeigt. Für Michael Meyns ist der Film trotz einer zerfahrenen Geschichte höchst eindrucksvolles Kino. Laut Peter Osteried vergaß Wong Kar-Wai, dass eine Geschichte zum Mitreißen Emotionen benötigt.