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TABU

TABU

Regie Miguel Gomes
Kinostart 20.12.2012
Genre Drama

Kritiken • TABU

16. Februar 2012 | TABU • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

"Ein hypnotisch schöner Film", schreibt Michael Kienzl. "Auf den lethargisch agierenden Figuren in Tabu scheint eine erdrückende Melancholie zu lasten. Die bei Gomes sonst so grell bunten Farben sind verblasst und schwarzweißen Bildern gewichen. Die irreale und schwerelose Atmosphäre ist geblieben. Mal wandeln die Figuren nur als Silhouetten durch die Bilder, dann werden sie wieder von einem Licht monumentalisiert, das an holländische Barockgemälde denken lässt. Bleischwer oder erhaben wird der Film dabei keineswegs. Das weiß der lakonische Humor zu verhindern. "

20. Dezember 2012 | TABU • Kritik • derFreitag

Matthias Dell ist erstaunt, mit welch einer Sicherheit und Lässigkeit der Regisseur seine unkonventionellen erzählerischen Mittel nutzt. Leider bleibt der Film dem Zuschauer trotzdem immer ein wenig zu fern.

20. Dezember 2012 | TABU • Kritik • getidan.de

"Zunächst sieht der Film nach abgestandenem, pseudosozialkritischem Schnickschnack aus", findet Peter Claus. "Doch nach einer nicht sehr geglückten Einleitung mausert er sich zu einer erfrischenden Exkursion zu dem, was man eine europäische Befindlichkeit der braven Bürger (oder all derer, die sich dafür ausgeben) nennen könnte."

18. Dezember 2012 | TABU • Kritik • kunst + film

Die verspielten Details lassen die nostalgische Atmosphäre laut Renée-Maria Richter "nie zu vergangenheitsselig werden: Sie beschwören eher das portugiesische Nationalgefühl saudade herauf, das Wehmut nach Verlorenem mit leiser Ironie versetzt."

05. Dezember 2012 | TABU • Kritik • programmkino.de

Für Thomas Engel war TABU ein Film, "bei dem man einige Zeit braucht, um den Zugang zu finden, der dann aber menschlich und zum Teil auch politisch-historisch ebenso interessant wie bewegend wird. Insgesamt ein schönes, formal beispielloses portugiesisches Kinostück".

30. November 2012 | TABU • Kritik • programmkino.de

Oliver Kaever schreibt: "Man spürt die Patina, die auf den Bildern liegt, aber gleichzeitig wirkt diese Art des Erzählens sehr modern. TABU ist ein Film, der dem Zwischenreich des Traumes entstammt und von dieser Herkunft erzählt, ohne sie je zu thematisieren. Wer ein Herz für das Kino hat, wird den magischen Ort beglückt verlassen."

22. November 2012 | TABU • Kritik • Neue Zürcher Zeitung

Der NZZ-Kritiker erfreute sich an dem Erzählstil und den körnigen Schwarz-Weiss-Bildern, die eine "schön verfremdende Wirkung" hervorrufen.

21. November 2012 | TABU • Kritik • filmrezension.de

"TABU nimmt seine Kraft aus den Bildern selbst, aus der so magischen wie gespenstischen Wirkung eines betörend schönen Schwarz-Weiß, das die Patina der großen Geschichte nicht braucht, sondern nur den dunklen Glanz von Vergangenheit und Erinnerung", schwelgt Nicolas Oxen.

09. November 2012 | TABU • Kritik • ray Filmmagazin

"Poetisch ist ein Wort mit belegter Zunge, einen Traum zu beschreiben, ist im besten Fall unzureichend, im schlimmsten gar banal. Und doch kann das neue Werk des portugiesischen Regisseurs Miguel Gomes nur als poetisches Juwel beschrieben werden, dessen Kristallstruktur die Logik eines individuellen Traums im kollektiven aufweist", schreibt Brigitte Auer.

18. Februar 2012 | TABU • Kritik • festivalblog.com

"TABU (2012) (TABU (2012) Trailer) wird viele unterschiedliche Filme hervorbringen", glaubt Andreas Tai zu wissen. "Das liegt daran, dass die Regiearbeit von Miguel Gomes keine strikte Lesart vorgibt und ein Reservoir von Geschichten bereithält, aus dem man sich seine eigene zusammenstellen kann.... Am Ende kann man diesen Film, der so unterschiedliche Sichtweisen zulässt, eigentlich nur als Geschenk annehmen."

17. Februar 2012 | TABU • Kritik • outnow.ch

"Gomes' Umsetzung ist ein interessanter, anspruchsvoller Film geworden, bei dem es seine Zeit braucht, sich zurechtzufinden. Die künstlerische Idee hinter dem Projekt ist wundervoll, die Bilder sind es mitunter auch. Dass der Film komplett in Schwarzweiss und als Stummfilm angelegt ist, macht diese Liebesgeschichte zu etwas Besonderem."

16. Februar 2012 | TABU • Kritik • DerStandard

Dominik Kamalzadeh gefällt an TABU (2012) (TABU (2012) Trailer) besonders, dass Pathos und Humor nebeneinander existieren.

16. Februar 2012 | TABU • Kritik • perlentaucher.de

Obwohl die Ästhetik des Films von den Filmen der 30er Jahre infiziert ist, hat TABU (2012) (TABU (2012) Trailer) nichts mit THE ARTIST (THE ARTIST Trailer) oder THE GOOD GERMAN (THE GOOD GERMAN Trailer) gemein, schreibt Lukas Foerster. "Gomes' Zugang zur Filmgeschichte funktioniert nicht positivistisch, wie bei Hazanavicius, auch nicht fetischistisch, wie bei Guy Maddin, sondern sozusagen rein imaginär.... Es geht nicht um das mühselige (und oft ja auch angeberhafte) Nachstellen historischer Stile; eher um so etwas wie eine immer schon korrumpierte Selbsterinnerung des Kinos, um euphorische Verunreinigungen des Gegenwärtigen durch Spuren einer gleichzeitig er- und wiedergefundenen Vergangenheit."

15. Februar 2012 | TABU • Kritik • Berliner Zeitung

Laut Peter Uehling hat der Film "seine nervigen, der späteren akademischen Auswertung und filmgeschichtlichen Kanonisierung entgegenfiebernden Aspekte. Aus ihrer Sicht erscheinen menschliche Schicksale und auch die politischen Perspektiven des Films lediglich als geistreich arrangiertes Material. Aber es gibt daneben Momente eines sehr rührenden melancholischen Humors."

15. Februar 2012 | TABU • Kritik • Die Tageszeitung

Der Regisseur hat mit diesem Film laut Andreas Busche "die Defizite der Fiktion wieder in eine Tugend verwandelt. Sein Film ist auch an eine Hommage an die Zwischenzustände des Kinos."

15. Februar 2012 | TABU • Kritik • Der Tagesspiegel

Jan Schulz-Ojala sah einen seltsamen Film, der ausdrücklich seltsam sein will. "Fast nicht von dieser Welt, dieser Film, so fern wie die Stimmen der Liebenden, die sich Abschiedsbriefe vorlesen; ein Film abseits der großen Bilderparty namens Berlinale, ein Film so fein wie Seidenpapier. Besser nicht hinsehen, wenn Wind aufkommt."

15. Februar 2012 | TABU • Kritik • Sophies Berlinale

"Die Handlung gestaltet sich in der zweiten Hälfte trotz der ungewöhnlichen Erzählweise als deutlich packender, aber auch hier vermag ich nie ganz in den Film einzutauchen. Doch das Spiel mit Bild und Ton hat einen besonderen Reiz, der mich schließlich ein wenig für den Film einnimmt."

14. Februar 2012 | TABU • Kritik • negativ-film.de

Elisabeth Maurer stellt fest: "TABU enthält durch seine Stimmung einen Widerhall der klassischen Melodramen, doch durch sein Ende muss auch er eingestehen, dass auch in Hinsicht auf das Medium am Ende die Melancholie bleibt."

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