| Regie | Mohamed Diab |
| Kinostart | 08.03.2012 |
Birte Lüdeking schreibt: "Die an Schicksalsschlägen reiche Handlung wirkt mitunter recht überladen und forciert, die Dialoge sind teils überdeutlich und belehrend, und die Charaktere werden insgesamt zu sehr auf männliche oder weibliche Prototypen der ägyptischen Gesellschaft reduziert – mal verschleiert, mal freizügig, mal fortschrittlich, mal traditionell. Dennoch verstehen es Diab und seine durchweg berührenden Hauptdarstellerinnen, Interesse und Spannung zu erzeugen und aufrechtzuerhalten. Manche aufgeworfene Woge wird zum versöhnlichen Ende allerdings etwas zu schnell geglättet."
Wilfried Hippen war davon beeindruckt, wie Regisseur Mohamed Diab es von der ersten Einstellung an geschafft hat, dem Zuschauer zu zeigen, "wie bedrängt eine Frau sich in der Öffentlichkeit von Kairo fühlen muss". Das Drehbuch schwächelt zwar hier und da, das wird aber durch den authentischen Blick wieder wett gemacht.
Eine "Hommage an Frauen, die sich öffentlich zu wehren wissen", nennt Claudia Lenssen die Mischung aus Drama und Krimi und lobt die bemerkenswert deutliche feministische Mahnung des ägyptischen Autorenfilmers Mohamed Diab.
KAIRO 678 (
) ist Krimi und Gesellschaftsanalyse zugleich, urteilt Parvin Sadigh und schreibt darüber, dass sexuelle Übergriffe in Ägypten zum Alltag gehören. Im Film gehen die Frauen als Siegerinnen hervor. Parvin Sadigh hofft, dass sie das auch bald in der Realität sein werden.