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LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN

LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN

Regie Benoit Jacquot
Kinostart 31.05.2012
Genre Drama, Historienfilm

Kritiken • LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN

10. Februar 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • critic.de Partner von film-zeit

Nino Klingler ist enttäuscht, dass der Film "bis zuletzt keine wirklich konturierte Position bezieht. Niemals verdichten sich die bedeutungssatten Diskurse zu einer starken Situation. Jenen Schwebezustand, in dem sich das hier beobachtete Leben abspielt, macht sich der Film zu eigen. Doch gibt man die Erwartung einer klaren Gewichtung auf, dann entfaltet Benoit Jacquots Film seine Potenziale allein durch Andeutungen, durch sanfte Verweise und durch eine Einladung, die Perspektive zu wechseln. Und dies allein ist schon ein großes Verdienst."

10. Februar 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • negativ-film.de Partner von film-zeit

Elisabeth Maurer ist positiv überrascht. "Die Konzentration auf diese erstaunlich vielschichte Figur, die mitunter extravaganten Aufnahmen, die eingesetzt werden, um die Sicht dieser Figur zu unterstreichen, kombiniert mit den ungewöhnlichen Disharmonien in der Filmmusik, erschafft einen sehr stimmungsvollen und originellen Blick auf eine historische Zeit."

01. Juni 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • kunst + film

Laut Eric Mandel "fehlt dem Film nicht nur die Spannung, sondern auch eine politische Haltung. Dem Regisseur Sympathien mit einem Volk zu unterstellen, das aussieht wie Orang-Utans mit Hüten, fällt schwer. Auch wäre es böswillig, ihn einen Royalisten zu schimpfen, weil er die Welt durch die Augen einer jungen Frau sieht, die unbedingt zu einem System gehören möchte, das gerade gewaltsam abgeschafft wird."

31. Mai 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • getidan.de

Laut Peter Claus hat Regisseur Benoit Jacquot keine Zeit für Gefühlsduselei "Mit kühler Distanz zeigt er eine kleine persönliche Geschichte und spiegelt dabei die große Historie. Dabei setzt er nicht auf grelle Reize. Dabei wird der Film auf publikumswirksame Art zur kraftvollen Ergänzung der Geschichtsschreibung."

30. Mai 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • textezumfilm.de

José García lobt den Film als Ausstattungsfilm. "Die deutsche Darstellerin Diane Kruger verkörpert Marie Antoinette als tragische Figur, die letztlich eine Gefangene ihrer Unnahbarkeit wird, zu der sich die Theatralik von Krugers Spiel als adäquat herausstellt. Mit ihren zurückgenommenen Gesten, insbesondere aber mit ihren Blicken gestaltet die junge französische Schauspielerin Léa Seydoux die Vorleserin Sidonie mit einer Mischung aus Bewunderung für die Königin und Verblüffung über alles, was um sie herum geschieht."

30. Mai 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • schnitt.de

Martin Thomson schreibt über Sidonie, die Vorleserin der Königin. "Sie gehört zu jenen Bediensteten, aus deren Phantom-Perspektive man dem Adelsgeschlecht dabei zuschaut, wie es langsam ausblutet. Nur gerüchteweise sickert die Nachricht vom Sturm auf die Bastille durch die Mauern des Schlosses, woraufhin in der abgeschiedenen Wirklichkeit zu Hof die Diener – und mit ihnen die Zuschauer – zu Voyeuren der schleichenden Exhibition ihrer totgeweihten Götter werden."

29. Mai 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • filmtogo.net

"Auch wenn das beobachtende Auge als Stilmittel einen einfallsreichen Ansatz darstellt, wirken die Tage, von denen der Film erzählt, für den Zuschauer unerträglich lang. Dem überzeugenden Kammerspiel von Léa Seydoux schaut man gerne zu, es reicht allerdings nicht dazu aus, um LEB WOHL, MEINE KöNIGIN (LEB WOHL, MEINE KöNIGIN Trailer) zu einem gern gesehenen Historienfilm zu machen", urteilt Denis Sasse.

13. März 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • programmkino.de

Michael Meyns schreibt: "Allein schon der Blick aus anderer Perspektive, den Benoit Jacquot auf die Ereignisse wirft, macht LEB WOHL, MEINE KöNIGIN (LEB WOHL, MEINE KöNIGIN Trailer) zu einem sehenswerten Film, in dem zudem ausnahmsweise einmal die Frauen den Lauf der Geschichte bestimmen und nicht die ihnen ergebenen Männer."

10. Februar 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • Die Welt

Der Film sagt laut Hanns-Georg Rodek im historischen Gewand viel über unsere Gegenwart. Der Zuschauer sollte diese Dimension "mitdenken, sonst bleibt nur ein klug inszeniertes, mäßig spektakuläres Kammerspiel im Schloss, allerdings mit der herausragenden Léa Seydoux als Sidonie Laborde."

10. Februar 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • Berliner Zeitung

Auch Peter Uehling beleuchtet die aktuellen Stimmungen, von denen der Film geprägt ist. Der Regisseur "gibt keinen historischen Überblick; er bietet vielmehr Gerüchte und schwankende Ansichten. Dieser Zugriff bringt einen von der ersten Einstellung an gebrochenen Kostümfilm hervor."

10. Februar 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • Die Tageszeitung

Diedrich Diedrichsen sah viel duftige Mädchen- und Frauenhaut und glaubt, dass der Regisseur möchte, der Zuschauer solle sich in Léa Seydoux verlieben. "Wenn die Kamera mal nicht auf Léas Lippen starrt oder ihre Gliedmaßen absucht, sagt garantiert jemand, wie schön sie sei, sie würde strahlen usw."

10. Februar 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • Der Tagesspiegel

Der Regisseur hat laut Jan Schulz-Ojala den Ehrgeiz, die "irgendwie präkapitalismuskritische Perspektive der Dienerschaft einzuhalten ... Zum Ausgleich serviert der Regisseur mitunter gewisse Höhepunkte der Frivolität, die zwingend mit der Entblätterung junger weiblicher Hauptfiguren einhergehen – nur wirken diese Szenen dramaturgisch fast schmerzhaft herbeigezwungen."

10. Februar 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • Der Standard

Statt auf Ausstattung und Pomp setzt das französische Historiendrama auf kluge Reduktion, meint Dominik Kamalzadeh. "Versailles wird hier zum von überpuderten Höflingen bevölkerten Warteraum der Geschichte, weltvergessen und dekadent; zu nüchternen Einschätzungen scheint allein die Dienerschaft befähigt."

10. Februar 2012 | LEB WOHL, MEINE KÖNIGIN • Kritik • berlinale im dialog

Michael Kienzl stellt fest: "Dass Leb wohl, meine Königin! die Sichtweise der Bediensteten einnimmt, hat auch gerade vor dem Hintergrund der Französischen Revolution durchaus etwas Subversives. Wenn etwa die Dienerinnen am Fenster stehen und über den König und seine Brüder lästern, zeigt der Film die Zwischenposition, die die Bediensteten einnehmen, irgendwo zwischen Abscheu und Faszination für die Welt der Monarchen."

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