| Regie | Olias Barco |
| Kinostart | 17.05.2012 |
Martin Gobbin ist begeistert. "Eine der schönsten Einstellungen gelingt Kameramann Frédéric Noirhomme bei einem Streit im Wald – durch die Mitte des Bildes verläuft eine Straße, links und rechts stehen Baumreihen und je ein Mann. Linien und Symmetrie ordnen das Bild, alle Bewegung ruht, auf dem Boden liegt der Körper einer toten Frau. Ein Kunstschuss hat sie niedergestreckt, kurz bevor sie ein Geheimnis verraten wollte, das den Handlungsverlauf abgekürzt hätte. KILL ME PLEASE (
) aber lässt sich nicht von einer seiner Figuren sabotieren und befördert sie deshalb kurzerhand ins Jenseits, wo sie die Umsetzung des Drehbuchs nicht mehr stören kann."
"Über die groteske Satire hinaus liefert KILL ME PLEASE (
) einen Kommentar zur heutigen Diskussion um die aktive Sterbehilfe beziehungsweise um den medizinisch assistierten Selbstmord", schreibt José García. "Konnte bereits bei heutigen Filmemachern gegenüber der aktiven Sterbehilfe eine kritischere Haltung als vor einigen Jahren festgestellt werden, so fügt die schwarze Komödie KILL ME PLEASE (
) eine neue Variante hinzu, die allerdings wegen der expliziten Gewaltdarstellungen nichts für schwache Nerven ist."
Wilfried Hippen nennt den Film einen "makaberen Anti-Zauberberg" und stellt fest, dass es in KILL ME PLEASE (
) keine wirklich positive Figur gibt.
"Auch wenn die Komödie schon sehr bitter ist, die Menschen zu Tieren wurden und der Horror ist da, bleibt KILL ME PLEASE (
) trotz viel Blut dank passendem Schwarzweiß gnädig. Bis zur letzten, sozial und gesamtwirtschaftlich bitteren Note", resümiert Günter H. Jekubzik.
"Wer hier eine rabenschwarze Komödie erwartet, wird entäuscht", mutmaßt Oliver Kaever. Regisseur Olias Barco navigiert "die bizarren Ereignisse zwischen Farce, Satire und wehmütigem Drama. Sein Film sitzt gewissermaßen zwischen den Stühlen und widersteht naheliegenden Kalauern."
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